Der normale Superheld von nebenan

- Steve Tobias (Michael Douglas) ist ein Vater wie jeder andere. Mit dem kleinen Unterschied, dass er seinen monatlichen Gehaltsscheck vom CIA erhält. Sein Alltag besteht nicht darin, in einem Büro das Telefon zu bedienen, sondern den Weltfrieden zu retten, Kugeln auszuweichen und mit gestohlenen Autos internationale Drogenbosse zu verfolgen.

<P>Nun will Sohn Mark (Ryan Reynolds), Steves ganzer Stolz, heiraten. Mark hat von den Aktivitäten seines Vaters nie viel gehalten und will ein ganz normales Leben als Rechtsanwalt führen. Brav, bescheiden und bieder, mit Aktentasche und treu sorgenden Schwiegereltern, die am Wochenende zum Tee kommen. Doch gerade mit diesen Schwiegereltern in spe verscherzt es sich der Bräutigamvater vom ersten Familientreffen an kräftig.</P><P>Andrew Flemings muntere Komödie "Ein ungleiches Paar" ist quasi James Bond für die ganze Familie. Und darauf beruhen auch nahezu alle der durchweg recht gelungenen Gags: Wird bei 007 nach dem großen Finale abgeblendet, weil die Welt wieder einmal gerettet ist und der Held zu einer blonden oder brünetten Schönheit aufs Katzenfell sinkt, geht's hier erst richtig los. Denn Steve Tobias ist der ganz normale Superheld von nebenan, der mal eben einen Waffenschmuggler dingfest macht, bevor er zum Einkaufen in den Supermarkt hetzt oder keinen Parkplatz in der Innenstadt findet.</P><P>Michael Douglas, der sich bislang nicht gerade durch Selbstironie einen Ruf gemacht hat, gibt sich hier entspannt und selten lässig. Albert Brooks als stets empörter Brautvater spielt den zynischen Gegenpart. Und die simple Konstellation, garniert mit ein paar ansprechend arrangierten Auto-Verfolgungsjagden und Explosionen, geht tatsächlich auf: "Ein ungleiches Paar" ist ein turbulenter Spielfilm. Souverän gemacht, locker, witzig - und ohne viel Tiefgang. </P><P>(In München: Mathäser, Marmorhaus, Karlstor.)</P><P>"Ein ungleiches Paar"<BR>mit Michael Douglas<BR>Regie: Andrew Fleming<BR>Sehenswert </P><P> </P>

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