Erneut Polizei-Ermittlungen bei Holzkirchen: S3 endet vorzeitig

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Notizen aus der Provinz

- Ausgerechnet Mettmann. Tief in der nordrhein-westfälischen Provinz lässt Hape Kerkeling (auch Buch) seine neue Komödie spielen. Hier in der Nähe des Neandertals ist Deutschland noch in Ordnung. Die Menschen sind nett, alles hat seine Ordnung, und es ist ein klein wenig langweilig. Auch das Leben von Olaf Kischewski (Kerkeling), Betreiber der chemischen Reinigung, plätschert etwas fade dahin, wenn man davon absieht, dass ihm seine Verlobte (Alexandra Neldel) auf Anraten eines Tantra-Gurus den vorehelichen Verkehr verweigert, um die Hochzeitsnacht besonders aufregend zu gestalten. Die dröge Routine im Ort wirbeln drei brasilianische Samba-Tänzerinnen durcheinander, die durch unglückliche Umstände obdachlos geworden sind. Der sexuell ausgehungerte Kischewski nimmt die drei Damen bei sich auf und hat fortan nur Scherereien.

<P>Die nicht eben rasend originelle Geschichte dient Kerkeling als Vorwand, um ein liebevolles Porträt des Alltags zu zeichnen. Die Charaktere sind sympathisch verschroben, der Humor selten verletzend und die Atmosphäre von Wohlwollen geprägt. Kerkeling mag das, was er zeigt, und er weiß, wovon er erzählt; er stammt aus Recklinghausen und hat den Film nach Mettmann verlegt, weil "Samba in Recklinghausen" nicht gut klingt.</P><P>So hat der Film seine stärksten Momente, wenn sich Fiktion und Realität nicht mehr recht unterscheiden lassen. Wie die Menschen reden, sich bewegen und reagieren, könnte teilweise mit einer versteckten Kamera aufgenommen worden sein, so glaubwürdig ist das eingefangen. Selbst Sky Dumont als nerviger Vater (grandios maskiert) fällt nicht aus dem Rahmen. So unglamourös hat man den Beau vermutlich noch nie gesehen. Allerdings kommt die Handlung nie wirklich in Schwung, eine Dramaturgie lässt sich nicht erkennen und die Dialoge verlieren sich mitunter im Belanglosen. Aber im wahren Leben ist das ja auch so. (In München: Mathäser, Marmorhaus, Maxx.) </P><P>"Samba in Mettmann"<BR>mit Hape Kerkeling, Beatrice<BR>Sadek-Masala<BR>Regie: Angelo Colagrossi<BR>Annehmbar </P><P> </P>

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