Nürnberg erhält staatliche Musikhochschule

München/Nürnberg/Augsburg - Die Städte Nürnberg und Augsburg gehen in der Musikausbildung künftig wieder getrennte Wege. Das Kabinett stellte in seiner Sitzung am Dienstag die Weichen für die Schaffung einer staatlichen Musikhochschule in Nürnberg.

Zugleich beschloss der Ministerrat in München ein Konzept für ein eigenständiges Zentrum für Musik und Musikpädagogik an der Universität Augsburg.

Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) sprach von einer guten und zukunftsfähigen Lösung. "Sie garantiert die Profilierung und qualitativ hochwertige Ausbildung im Bereich Musik an den beiden Standorten in Augsburg und Nürnberg", erklärte Goppel laut Mitteilung der Staatskanzlei.

Bislang war die Musikhochschule Nürnberg-Augsburg in gemeinsamer kommunaler Trägerschaft betrieben worden. Diese Konstruktion führte jedoch zu vielen Auseinandersetzungen und Reibungsverlusten. Eine Expertenkommission hatte geraten, den Augsburger Teil der fränkisch- schwäbischen Musikhochschule zu schließen, da er zu wenige Studenten und ein zu geringes Niveau habe. Dies rief in Augsburg heftige Proteste hervor.

Am Standort Nürnberg ist nun eine eigenständige staatliche Musikhochschule für etwa 400 Studierende vorgesehen. Das Augsburger Zentrum umfasst den Angaben zufolge ein Institut für Bläser und Blasorchesterleitung, ein Institut für Musiktherapie, Musikpädagogik und Musikwissenschaft sowie ein Institut für Streicher, Gitarre, Tasteninstrumente und Gesang. Der vom Kabinett beschlossene Gesetzentwurf, der rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten soll, wird nun noch dem Landtag vorgelegt.

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