Museen in Nürnberg

Notspielzeug und Dürers Blick in die Sterne

Nürnberg - Mit einer Ausstellung über Notspielzeug nach dem Zweiten Weltkrieg und den Sternkarten Albrecht Dürers will Nürnberg in diesem Jahr noch mehr Besucher in die städtischen Museen locken.

Selbst gemachtes Spielzeug nach dem Zweiten Weltkrieg, Karikaturen von Horst Haitzinger und Albrecht Dürers Sternkarten: Mit zahlreichen Ausstellungen wollen die städtischen Museen in Nürnberg ihren Besucherrekord aus dem vergangenen Jahr heuer noch toppen.

Die sieben städtischen Häuser erzielten im vergangenen Jahr mit etwa 671 000 Besuchern einen Rekordwert, wie die Direktorin Ingrid Bierer am Montag sagte. Etwas mehr als ein Drittel der acht Millionen Euro Ausgaben konnte zuletzt über die Eintrittspreise gedeckt werden.

Eine Schau im Spielzeugmuseum stellt im Sommer selbst gemachtes Spielzeug aus der Nachkriegszeit vor, sowie die Menschen, die es herstellten. Die Nürnberger wurden aufgerufen, ihr Notspielzeug für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Das Albrecht-Dürer-Haus zeigt im September die Ausstellung „Der Nürnberger Himmel. 500 Jahre Sternenkarten Albrecht Dürers“. Die Schau thematisiert auch die Rolle Nürnbergs in den Naturwissenschaften und der Fertigung von Präzisionstechnik.

Eine Ausstellung mit Symposium im Oktober im Dokumentationszentrum dreht sich rund um das frühere Reichsparteitagsgelände und seine umstrittene Sanierung. Bereits Ende Mai startet im Museum Industriekultur eine Schau mit Federzeichnungen, Aquarellen und Gemälden zum bekannten Karikaturisten Horst Haitzinger. Seine Zeichnungen erschienen 1964 in den „Nürnberger Nachrichten“ und damit erstmals in einer Tageszeitung.

Eins der wichtigsten Zukunftsthemen derzeit ist die Weiterentwicklung des Memoriums Nürnberger Prozesse, das laut Bierer das „größte Zukunftspotenzial aller städtischen Museen“ hat. Wenn die Justiz 2017/2018 aus dem Ostflügel des Justizgebäudes auszieht, kann etwa der berühmte Saal 600 komplett für das Museum genutzt werden.

dpa

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