Ohne die Chefs

- Anlässlich der Millenniumsfeierlichkeiten im Jahr 2000 wurde "Klassik am Odeonsplatz" erfunden und hat sich laut Kulturreferentin Lydia Hartl zu einem Höhepunkt im Münchner Konzertleben entwickelt. 2005 feiert man nun das fünfjährige Jubiläum (nur 2001 fand kein Konzert statt).

<P>Diese Erfolgsgeschichte muss allerdings Münchens neuem Generalmusikdirektor Christian Thielemann noch nahe gebracht werden, denn er wird im nächsten Jahr noch nicht am Dirigentenpult in der Feldherrnhalle stehen. Wann überhaupt, ist fraglich. Bayreuth ruft, und auch 2006 wird er aufgrund des "Ring" auf dem Grünen Hügel kaum Zeit haben, am Odeonsplatz zu dirigieren.<BR><BR>Die Chance den Nachwuchs: Den Takt bei den Münchner Philharmonikern wird am 3. Juli 2005 der 35-jährige Alexander Liebreich angeben. Maxim Vengerov spielt Beethovens Violinkonzert, dann folgt die vierte Symphonie von Johannes Brahms. Auch das Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks wartet Tags zuvor (2. Juli) mit einem Gastdirigenten auf: Leonard Slatkin. Die BR-Symphoniker nutzen die Breitenwirkung dieser Konzerte zur Programmerweiterung in ein anderes Repertoire: "A Tribute to Leonard Bernstein" heißt das Motto unter anderem mit Highlights aus der "West Side Story": eine Hommage an den einst eng mit dem Orchester verbundenen Bernstein anlässlich seines 15. Todestages.<BR><BR>Lydia Hartl empfindet es als wichtiges Signal, dass zwei Münchner Spitzenorchester bei diesem Ereignis zusammenarbeiten. Bewährt hat sich der Veranstaltungsort mit seiner einzigartigen Atmosphäre, Petrus ist meist freundlich gesinnt, weshalb man aufgrund der guten Resonanz mit jährlich 16 000 Besuchern (8000 pro Konzert, die Hälfte aus München und Umgebung, die andere Touristen) an der bisherigen Konzeption festhalten will.<BR></P><P>Der Vorverkauf startet am Samstag, Karten unter Tel. 089/ 54 81 81 81.</P>

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