Oliver Herrmann (40) gestorben

- Berlin - Der Fotograf, Film- und Theaterregisseur Oliver Herrmann ist überraschend im Alter von 40 Jahren gestorben. Wie das Berliner Ensemble mitteilte, starb Herrmann bereits am vergangenen Donnerstag in der Hauptstadt.

<P> Über die Todesurschache gab es keine Angaben. Herrmann soll an einer Krankheit gelitten haben. Der Sohn der Bühnenbildner Ursel und Karl-Ernst Herrmann hatte erst vor wenigen Tagen seinen neuesten Film zu Igor Strawinskys "Le Sacre du Printemps" mit einer Aufnahme von den Berliner Philharmonikern unter Simon Rattle vollendet.</P><P>Das Berliner Ensemble sprach in seinem Nachruf von einem "großen schmerzlichen Verlust für das Theater, die Musik und vor allem für den Film, dem sich Oliver Herrmann mit großer Fantasie immer mehr zugewandt hat".</P><P>1999 drehte Herrmann zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Sängerin Christine Schäfer, den Musikfilm "Eine Nacht. Ein Leben" nach Arnold Schönbergs "Pierrot Lunaire". Mit Schäfer drehte er auch den Musikfilm "Dichterliebe" nach Robert Schumanns Liederzyklus und inszenierte mit ihr bei der "Ruhrtriennale 2002" in Duisburg eine Aufführung von Schuberts "Winterreise".</P><P>Der 1963 in Bremen geborene Herrmann, der auch in New York und Havanna zur Schule ging, arbeitete seit 1981 als Theaterfotograf an zahlreichen großen Häusern wie dem Schauspielhaus Bochum, an der Brüsseler Oper, am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Zur Uraufführung von Thomas Bernhards "Heldenplatz" in Wien veröffentlichte er den Bildband "Heldenplatz im März 1988". Herrmann arbeitete mit Regisseuren wie George Tabori, Claus Peymann und Luc Bondy zusammen. 1989 führte er Regie bei der Opernverfilmung "La Finta Giardiniera" in Brüssel und die Kamera bei dem Kurzfilm "Zehn Jahre" von Thomas Brasch.<BR></P>

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