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100 Mitarbeiter der Bayerischen Staatsoper wollen nicht mit zu einer Reise nach Japan.

Opernreise nach Japan: 100 Mitarbeiter wollen nicht mit

München - Die Japan-Reise der Bayerischen Staatsoper bleibt intern umstritten. Rund ein Viertel der 400 Mitarbeiter will aus Angst vor atomarer Strahlung nicht mitfahren.

Laut einer Opersprecherin könne sich die Zahl allerdings noch verändern. Die Reise werde aber wie geplant stattfinden, die Oper werde für Ersatz sorgen. Vor einigen Wochen war bekanntgeworden, dass zahlreiche Musiker und Mitarbeiter der Oper große gesundheitliche Bedenken gegen die Fahrt in das von Erdbeben- und Atomkatastrophe erschütterte Land haben. Opernintendant Nikolaus Bachler bot ihnen bei einer Krisensitzung an, für die Zeit der Reise eine Auszeit zu nehmen. Rund 100 Mitarbeiter haben dieses Angebot nach Opernangaben nun angenommen.

Bachler hatte zuvor für die Reise geworben. “Gerade die Staatsoper und überhaupt die Künstler haben über 40, 50 Jahre so viel von den Japanern gehabt, so viel Begeisterung, so viele Möglichkeiten, so viel Geld, dass ich es extrem unsolidarisch finde, wenn man sich da jetzt zurückzieht“, sagte er.

Zwischen dem 12. September und dem 12. Oktober wird die Staatsoper nach Japan reisen. Auf dem Programm stehen zehn Vorstellungen - darunter auch Wagners “Lohengrin“ mit Jonas Kaufmann in der Titelrolle. Eine Absage kommt schon aus finanziellen Gründen nicht in Frage. Auf die Oper kämen Entschädigungszahlungen in Millionenhöhe zu, denn für Japan besteht keine offizielle Reisewarnung.

dpa

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