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Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (“The Queen“) hat in Berlin unter großem Beifall ihren neuen Film “Ein russischer Sommer“ vorgestellt.

Oscar-Preisträgerin Helen Mirren in Berlin gefeiert

Hamburg - Oscar-Preisträgerin Helen Mirren (“The Queen“) hat in Berlin unter großem Beifall ihren neuen Film “Ein russischer Sommer“ vorgestellt.

An der Deutschlandpremiere der Geschichte um Leo Tolstoi nahmen am Mittwochabend auch zwei Ururenkel und zwei Urururenkel des großen russischen Schriftstellers teil. Der amerikanische Regisseur Michael Hoffman (“Ein Sommernachtstraum“), der das aufwendig inszenierte Drama ausschließlich in Deutschland gedreht hat, dankte der Familie Tolstoi für ihre Unterstützung. “Sie haben uns machen lassen, was wir wollten, auch wenn sie manchmal gedacht haben, wir sind verrückt.“ Helen Mirren, die selbst russische Wurzeln hat, spielt an der Seite von Hollywood-Legende Christopher Plummer (80, “A Beautiful Mind“) die Hauptrolle als Tolstois liebende und wütende Ehefrau. “Sie ist ein sehr explosiver Charakter. Das schwierigste an der Rolle war, sie geerdet zu halten, damit es nicht zu theatralisch wirkt“, sagte Mirren am Roten Teppich.

Die Dreharbeiten in Brandenburg, Thüringen und vor allem Sachsen- Anhalt nannte sie eine schöne Erfahrung. Wegen der schwierigen deutschen Aussprache hat sich die Britin angewöhnt, “Sexy-Anhalt“ statt Sachsen-Anhalt zu sagen. “Ich finde das Land wirklich sehr sexy. Es war wunderbar, Ostdeutschland, die Landschaft und die Menschen kennenzulernen.“ Sachsen-Anhalts Staatsminister Rainer Robra bedankte sich bei Mirren. “Dieses charmante Missverständnis ist seitdem zu einem Markenzeichen für unser Land geworden“, sagte er. “Wir selber hätten uns sicher nicht getraut, es so zu sagen.“ Der mit internationalen Stars wie Paul Giamatti, Anne-Marie Duff und James McAvoy besetzte Film wird auch für die Oscars gehandelt. Starttermin in Deutschland war der Donnerstag. 

dpa

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