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Oscars in Corona-Zeiten: Runter vom Sofa, rein ins Kino!

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    vonKatja Kraft
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Wegen der Pandemie galt bei der Oscar-Verleihung 2021 nicht die Regel, dass jeder nominierte Film vorab im Kino gelaufen sein muss. Das muss eine Ausnahme bleiben. Ein Kommentar.

Eine der wichtigsten Botschaften in dieser an wichtigen Botschaften so reichen Oscar-Nacht gab’s kurz vor Schluss. „Sobald die Kinos wieder öffnen: Nehmt jeden, den ihr kennt, mit dorthin! Und schaut euch im dunklen Saal, Schulter an Schulter, alle Filme an, die hier heute vorgestellt werden“, appellierte Frances McDormand.

Diese Botschaft geht an uns alle. Denn mögen wir es uns auch hübsch gemütlich eingerichtet haben mit all den Streamingdiensten: Das Erlebnis Lichtspielhaus können sie nicht ersetzen. Kino ist erstes Date; Kino ist Popcorn-verklebte Fußböden und Eiskonfekt; Kino ist gemeinsames Lachen, Weinen, Kreischen; Kino ist ablenkungsfreie Zone. Da ist das Handy aus, da erst kann man die Kunst, die Film ist, in Gänze wahrnehmen. Als hätte Marie Kondo vorher noch mal in unseren Köpfen durchgelüftet.

Wenn die Academy möchte, dass Kino weiter lebt, muss die diesjährige Ausnahme eine Ausnahme bleiben. Wegen Corona galt nicht mehr die Bedingung, dass jeder Beitrag vorher auf großer Leinwand gelaufen sein muss.

Und wenn wir möchten, dass Kino lebt, müssen wir, sobald es wieder geht, runter vom Sofa und rein in den dunklen Saal. Schulter an Schulter in fabelhafte Welten, in denen alles möglich scheint. Dafür werden Filme gemacht.

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