Oskar Werner: Genie und Wahnsinn

- "Anpassungsfähigkeit ist eine Haltung, die ich nicht anstrebe": das Lebensmotto des Schauspielers Oskar Werner (1922-1984), das ihn zu einer Figur werden ließ zwischen Genie und Wahnsinn. Charismatischer Jüngling auf den Bühnen und in Filmstudios der Welt - Wiener Burgtheater, Salzburger Festspiele, Paris, Hollywood. Ein Ausnahmekünstler, der tragisch in Alkoholismus und Narzissmus endete.

<P>Morgen wäre der als Oskar Josef Bschließmayer in Wien geborene Schauspieler 80 Jahre alt geworden. </P><P>Aus diesem Anlass ist im Verlag Christian Brandtstätter ein wunderbares Buch erschienen (Hrg. Ulrike Dembski und Christian Mühlegger-Henhapel, 168 Seiten, 36 Euro), das sowohl Wegbegleiter wie seine einstige Frau Antje Weisgerber zu Wort kommen lässt, als auch durch reichlich Bildmaterial aus Theateraufführungen ("Hamlet", "Prinz von Homburg") und Filmen ("Jules und Jim", "Das Narrenschiff") eine Ahnung vermittelt von der traumwandlerischen Größe dieses Kompromisslosen. </P>

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