Palais der Kunstvermittlung

- Rund 35 000 Schüler in 1600 Klassen erlebten 2004 eine Führung durch die Münchner Pinakothek der Moderne. 34 000 Erwachsene wurden von Mitarbeitern des Hauses in die vielschichtigen Genüsse von Kunst, Design und Architektur eingeführt. Rund 20 000 Neugierige wurden außerdem von externen Kunstfreunden betreut. Insgesamt sind also 90 000 Besucher intensiv museal umsorgt worden.

Hinter diesen Zahlen steht ein enormes Interesse, sich mit Kunst auseinander zu setzen. Für die Museen ein großer Vorteil, der nun von der PDM noch ausgebaut wird.<BR><BR>Sie will ein Zentrum für Kunstvermittlung schaffen, so Reinhold Baumstark, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Er unterzeichnete gestern einen Vertrag mit Werner Schmidt, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Landesbank, die der dritten Pinakothek das benachbarte Palais Dürckheim (Türken-, Ecke Gabelsbergerstraße) überlässt - sehr zur Genugtuung von Finanzminister Kurt Faltlhauser: "Wir brauchen Mäzene." Er mache sich zwar Sorgen wegen der Sponsoring-Gesetzgebung, im vorliegenden Fall funktioniere aber das Prinzip "do ut des". Dieses Geben und Nehmen heißt konkret: Die Landesbank "vermietet" das architektonisch reizvolle Palais, das 1842 bis '44 für Graf Friedrich Wilhelm Alfred von Dürckheim-Montmartin, Oberhofmeister der Königin Therese, von Josef Kreuter (1813-1889) gebaut wurde und später Sitz der Preußischen Gesandtschaft war, an das Museum; zunächst auf fünf Jahre. Bekommt dafür als "Miete" die Möglichkeit, repräsentative Veranstaltungen durchzuführen, außerdem sollen sich die Mitarbeiter der Bank dort wie zuhause fühlen können (Führungen, Karten). Darüber hinaus werden die Staatsgemäldesammlungen die Galerie der Landesbank (Brienner Straße) mit Leihgaben unterstützen.<BR><BR>Das Palais wird ab Juni/Juli 2005 das "Basislager für das Team der Pädagogen, Wissenschaftler und Künstler" sein, das sich in Ateliers und Seminarräumen Kunst-Neugierigen aller Altersstufen widmen wird. 

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