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Peter Maffay rockte die Olympiahalle

Peter Maffay rockte die Olympiahalle

München - Peter Maffay rockte am Donnerstag die ausverkaufte Olympiahalle . Lesen Sie hier die Konzert-Kritik:

Auch Peter Maffay gelingt nicht alles. Söhnchen Yaris, verkündete er irgendwann beim Konzert in der ausverkauften Olympiahalle, fährt schon mit sieben voll auf AC/DC ab - und nicht auf die Musik seines Vaters. Papa Peter kann’s verkraften - und der Junior wird garantiert noch auf den Geschmack kommen, wenn Maffay weiterhin solche phänomenalen Konzerte abliefert. Beim Frack ’n’ Roll-Event zum aktuellen „Tattoos“-Album, einer opulenten dreistündigen Hit-Parade mit seiner Band-Familie und 30-köpfigem Volkswagen Philharmonic Orchestra, bewies Peter, dass für ihn das alte Motto von Sponsor VW gilt: Er läuft und läuft und läuft, er rockt und rockt und rockt. Dass die Mixtur von Klassik und Rock oft tragisch endet, gilt vielleicht für „Mantovani spielt Nirvana“ - aber nicht für Maffay!

Er platzierte die VW-Musiker auf einer zweistöckigen Galerie hinter der Bühne, wie Hühner auf der Tonleiter, quasi als „Wall Of Sound“, was einerseits spektakulär aussah - ihm andererseits aber auch ermöglichte, die Trompeten von Wolfsburg bei Bedarf hinter der Videowand zu verräumen und loszurocken. Denn schlussendlich standen die E-Gitarren im Mittelpunkt - Peter, der kleine Große, donnerte zum Start nicht umsonst mit der Harley auf die Bühne. Meist war die „Wall of Sound“ eher ein Mäuerchen, nur bei einigen Songs wie dem wunderbaren „Ewig“ durfte Dirigent Hans-Ulrich Kolf (mit Lederhose unterm Frack!) aufgeigen.

Mehr Klassik wollte Maffay den Fans gar nicht zumuten - und seine Fanfreundlichkeit war’s auch, die einmal mehr beeindruckte. Peter fährt die weltbesten Videowände auf, damit auch jedes Detail zu erkennen ist. Er herzt Frauen und Kinder auf der Bühne. Und wenn er, wie jeder andere Star auch, verkündet, dass es „schön ist, den Abend zusammen in München zu verbringen“, spürt man: Maffay sagt es nicht nur, er meint es auch so. Wer’s verpasst hat: Das Zusatzkonzert am 21. Juni ist auch für AC/DC-Fans wie Yaris zu empfehlen.

Jörg Heinrich

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