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Ulrich Peters

Peters: Attacke gegen Heubisch

München - Der geschasste Intendant des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz, Ulrich Peters, hat Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) scharf angegriffen.

Der Minister habe ihn nicht über die Gründe für das Vertrags-Aus informiert. “Es ist bitter und wäre einfacher, wenn wir Auseinandersetzungen etwa über die Führung des Hauses oder über meine Vertragsgestaltung gehabt hätten“, sagte Peters im Interview mit der “Bayerischen Staatszeitung“ (Freitagsausgabe). “So aber frage ich mich, wenn ich nachts aufwache, was ich denn falsch gemacht habe.“ Nach dem Willen Heubischs soll der Vertrag mit Peters im August 2012 auslaufen. Dieser sagte, das habe ihn eiskalt erwischt. “Ich bin doch gerade erst angekommen.“ Noch im Dezember habe er Heubisch in einem Brief mitgeteilt, er könne sich vorstellen, das Haus weiter zu führen.

Um die Personalie Peters war ein Streit in Bayerns CSU-FDP- Koalition entbrannt - und daran war Peters nach eigenen Angaben nicht ganz unschuldig: “Tatsächlich habe ich in der Staatskanzlei angefragt, ob das so üblich ist, dass einem Staatsintendanten ohne Nennung von Gründen der Vertrag nicht verlängert wird“, sagte er der Zeitung. Daraufhin kritisierte Staatskanzleichef Siegfried Schneider (CSU) Heubischs Entscheidung öffentlich in einer Mitteilung und warf ihm vor, den Koalitionsausschuss übergangen zu haben. “Zum Koalitionsstreit sollte meine Personalie nicht werden. So wichtig bin ich auch wieder nicht“, sagte Peters, der noch keine konkreten Pläne für die Zeit danach habe. “Ich bin international flexibel.“

dpa

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