Pinakothek der Moderne: Architektonische Confessiones

- Premiere für die Münchner Pinakothek der Moderne: Der Aschermittwoch der Künstler, zu dem traditionsgemäß Friedrich Kardinal Wetter einlädt, konnte jetzt dort gefeiert werden. Ein weiteres Debüt war auch der erste große Auftritt des neuen Künstlerseelsorgers Georg Maria Roers, Nachfolger von Gerhard Ott. Für die Künstlerrede wurde der Münchner Architekt Stephan Braunfels eingeladen - auch als Reverenz an den Museumsbau, der sich an diesem Abend als höchst ungemütlich zugig und kalt erwies.

<P>Umrahmt wurden die Ansprachen vom Lyriate Ensemble (Rüdiger Lotter, Jan Kunkel und Olga Watts) und seiner zum Teil schmissigen Barockmusik.<BR><BR>Zunächst begrüßte Reinhold Baumstark, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, als Hausherr die Gäste so ausführlich, als würde er am liebsten selbst die Hauptrede halten. Dem Anlass entsprechend versuchten er und nach ihm Roers, Kunst, Kirche und unsere eigene sich wandelnde Religiosität zusammenzuführen. </P><P>Braunfels selbst ging überhaupt nicht auf den gedanklichen Hintergrund des Ascheauflegens ein, sondern stellte ganz seine Person und seine architektonischen Confessiones in den Mittelpunkt. Nur der Hinweis, dass vor genau 16 Jahren sein Vater gestorben sei, hob auf die Vergänglichkeit ab. Braunfels zählte seine Hausgötter von Brunelleschi bis Le Corbusier auf, angereichert mit Anekdoten aus der Kindheit, schwärmte von Raumerlebnissen und bekannte sich dann doch noch zu einigen "Gotteserfahrungen".</P>

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