Präsidiale Akademie nicht erwünscht

- Der Rücktritt von Adolf Muschg als Präsident der Berliner Akademie der Künste schlägt weiterhin Wellen. Schriftsteller Peter Härtling wirft dem Schweizer ein "unerträgliches Showgehabe" vor. Er habe sich "wie ein absolutistischer Fürst" verhalten. Er habe die Akademie-Mitglieder in der Debatte um eine neue Satzung "zwei Jahre lang an der Nase herumgeführt". Muschg hatte seinen überraschenden Rückzug u. a. damit begründet, dass die einzelnen Abteilungen ein starkes Eigenleben führten.

Härtling: "Wir haben und wollen keine präsidiale Akademie, sondern selbstbewusste Abteilungen der verschiedenen Kunstsparten." Muschg jedoch wolle "im Grunde eine abteilungslose Akademie". Härtling ist als Direktor der Abteilung Literatur auch Angehöriger des von Muschg heftig attackierten Senats der Akademie. Muschg hatte den einzelnen Akademie-Abteilungen eine "Betonmentalität" vorgeworfen sowie von "Konfusion" und "Dilettantismus" in der Akademie gesprochen. Härtling wiederum warf dem Schweizer Schriftstellerkollegen vor, mit seinem öffentlich erklärten Rücktritt gegen die Akademie-Satzung verstoßen zu haben, "die er doch so hoch halten will". Die Neuwahl wird voraussichtlich im Februar erfolgen.

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