Publikum feiert Auftakt von Herbert Grönemeyers Unplugged-Tour

München - Rund 1800 geladene Gästen haben am Montagabend in München den Auftakt der Unplugged-Tour von Herbert Grönemeyer gefeiert. In ungewohnt intimer Atmosphäre spielte der 51-jährige Sänger eine Auswahl seiner größten Hits wie "Männer" oder "Flugzeuge im Bauch".

"Wir wissen selbst gar nicht genau, was heute Abend passieren wird, aber wir spielen jetzt einfach mal entspannt vor uns hin", sagte Grönemeyer, der sonst vor bis zu 80 000 Menschen auftritt, zu der ungewohnten Konzertsituation. Die insgesamt fünf Unplugged-Konzerte in Deutschland sind eine Zugabe zur diesjährigen Open-Air Tournee mit 900 000 Besuchern in Deutschland, Österreich, Italien, Liechtenstein und der Schweiz.

Beim Konzert im Münchner Circus Krone präsentierte sich der Sänger in glänzender Stimmung. Grönemeyer tanzte über die Bühne, wackelte mit den Hüften, und am Ende jodelte er sogar. Auch das Publikum konnte sich spätestens bei dem Lied "Männer" nicht mehr auf den Stühlen halten. "Wir dachten eigentlich, das wird ein stiller Abend heute, aber das ist ja wunderbar", sagte Grönemeyer. Kleinere Abstimmungsschwierigkeiten mit seiner 15-köpfigen Band wegen der ungewohnten Unplugged-Situation, überging er entspannt. "An dieser Stelle haben wir uns schon bei den Proben gedacht, das wird nix."

Am Ende wollte ihn das Publikum gar nicht mehr gehen lassen und sang lautstark sein Lied zur Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr "Zeit, dass sich was dreht". Sieben Zugaben spielte Grönemeyer noch, bis er das Konzert dann nach fast zwei Stunden mit "Mensch", seinem Hit aus dem Jahr 2002, endgültig beendete.

(Konzerttermine: 12.9. Dresden, 13.9. Wiesbaden, 15.9. Magdeburg, 17.9. Düsseldorf)

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