Razzia gegen Islamisten in Berlin

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Das Publikum ist der Souverän

- "Damit Kunst wirken kann, werden drei Dinge gebraucht: Künstler, Zuschauer und Geld", sagte Verleger Dirk Ippen bei der Verleihung der Merkur-Theaterpreise am Dienstagabend in der Münchner Otto-Falckenberg-Schule. Und alle drei Komponenten trafen hier zusammen.

<P>Erstens: die Leser unserer Zeitung, die an der Wahl zum Merkur-Preis teilgenommen haben. Zweitens: die Künstler, die gewählt wurden - Rolf Boysen, Kirill Melnikov, die Biermösl Blosn und Isabel Ostermann. Drittens: Hans Zehetmair, der, so Dirk Ippen, als Kunstminister fürs Geld sorge - "ganz in der Tradition der absolutistischen Fürsten von einst".</P><P>Gerade in dem Moment, als mit der Preisverleihung begonnen wurde, öffnete der Himmel über München seine Schleusen, Gewitterstürme peitschten über das Gelände: "Ein Unwetter shakespeareschen Ausmaßes", bemerkte der Verleger, der damit fein anspielte auf Rolf Boysen, der als König Lear sich mehr als hundertmal durch den gespenstischen Bühnenorkan kämpfte.</P><P>In dieser Theaterhalle aber konnten Regen und Wind der wunderbaren Stimmung nichts anhaben. Viel zu lachen gab es an diesem Abend der humorvollen Reden, der launigen Preisvergabe, der guten Gespräche und der herzerfrischenden Sangeskünste der Schauspielstudenten.</P><P>Für Hans Zehetmair eine Veranstaltung der Erholung: "Es ist schön, mal einen Abend zu genießen, an dem kein Wahlkampf gemacht werden muss." Des Lobes voll für die anwesenden Künstler, galt seine charmanteste Verbeugung Isabel Ostermann, der Förderpreisträgerin: "eine großartige, begabte Künstlerin und überhaupt keine Quotenfrau."</P><P>Die junge Opernregisseurin, die soeben Verdis "Otello" bei den Internationalen Festspielen auf Gut Immling (Chiemgau) inszeniert hat, bezauberte aber auch alle anderen, als sie ihnen zurief: "Ich hoffe, dass ich Sie zu meinem künftigen Publikum zählen kann!" Rolf Boysen startete gleich einen kleinen Flirt und fragte: "Wann darf ich Ihnen vorsingen?"</P><P>Glücklich über den Preis war Kirill Melnikov, der mit seiner Frau, der Ballerina Elena Pankova, und seinem Sohn Andrian erschienen war: "Ich glaube", sagte der Ballettstar, die Merkur-Bronze betrachtend und sofort die Drehung dieser Figur nachvollziehend, "dieser Gott war ein Tänzer"</P><P>Die Freude über die Auszeichnung war auch bei der Biermösl Blosn, bei Hans, Michael und Christoph Well, riesengroß, vor allem deswegen, weil dies ein Preis der Leser sei. Hans Well: "Der Minister ist der Herrscher, das Publikum ist der Souverän." Und alle zusammen - darunter auch Münchens Kulturreferentin Lydia Hartl, Stadtrat Richard Quaas und viele, viele andere Künstler - feierten, bestens bewirtet von Stefan Gergely und seinem Team, ein wunderschönes Fest.</P>

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