Publikumserfolg

- Die umstrittene "Flick-Collection" im Berliner Museum der Gegenwart ist auf ein für zeitgenössische Kunst ungewöhnlich großes öffentliches Interesse gestoßen. Wie eine Sprecherin der Staatlichen Museen am letzten Ausstellungstag mitteilte, hatte die seit 23. September 2004 im Hamburger Bahnhof gezeigte Sammlung rund 250 000 Besucher.

<P>250 000 Besucher und drei Anschläge<BR><BR>Vermittelt wurde in den gut sechs Monaten bis Ostermontag mit 400 Kunstwerken von 40 Künstlern ein erster Einblick in eine der größten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. Auch nach dem Ende der Erstpräsentation werden weiterhin Werke der Flick-Collection im Hamburger Bahnhof gezeigt, darunter Arbeiten von Martin Kippenberger, Dieter Roth, Franz West und Bruce Nauman.<BR><BR>Auf die Ausstellung waren drei Anschläge verübt worden. Bereits einen Tag nach der Eröffnung hatte eine geistig verwirrte Frau einen Schaden von 90 000 Euro angerichtet, indem sie zwei Werke von Gordon Matta-Clark demoliert hatte. Am 30. November hatte ein so genannter Aktionskünstler sein eigenes Blut aus einer Ampulle gegen eine weiße Wand geschleudert - sein eigentliches Ziel, eine goldfarbene Plastik, verfehlte er. Ende Januar kippten Unbekannte mehrere Liter weiße Farbe in den Eingangsbereich des Museums und ließen Flugblätter zurück, in denen aus Anlass des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz auf die Verstrickungen der Flick-Familie mit dem Nazi-Regime hingewiesen wurde.<BR><BR>Die Ausstellung war schon vor der Eröffnung in die Kritik geraten. Der Großvater des Kunstsammlers Friedrich Christian Flick, der Rüstungsfabrikant Friedrich Flick, hatte zur Zeit des Nationalsozialismus Zwangsarbeiter beschäftigt. Die "Flick Collection" gilt als eine der weltweit bedeutendsten Privatsammlungen zur zeitgenössischen Kunst. Sie umfasst mehr als 2 000 Werke von 150 Künstlern und konzentriert sich auf die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.<BR></P>

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