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Rainhard Fendrich in der Olympiahalle.

Fendrich in der Olympiahalle

Konzertkritik: Rainhard – a Herz wia a Bergwerk

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Er sagt’s und singt’s ja selber... „Große, schwarze, runde Scheiben, die ewig im Gedächtnis bleiben“ – eine feine Zeile aus Rainhard Fendrichs (61) „Das Höchste der Gefühle“. Das Stück ist zu hören auf seiner aktuellen Platte Schwarzoderweiß – und es war zu hören bei Fendrichs Konzert am Samstagabend in der Olympiahalle (9000 Zuschauer).

München - Je länger der Abend dauerte, umso stärker wurde einem beim Zuhören bewusst: Es stimmt! Sie bleiben ewig im Gedächtnis, die großen, schwarzen, runden Scheiben. Fendrichs Platten, die damals auf der Anlage der Eltern liefen, vor 30 Jahren und mehr. Als der Österreicher mit Oben ohne oder Macho Macho große Erfolge feierte. Jene Stücke von damals, die sich auch im aktuellen Programm wiederfinden.

Natürlich ist es kokett, wenn Fendrich jetzt dem Publikum ankündigt: „Wir haben keine Mühen gescheut und auch in den ältesten Schubladen gestöbert …“ Weil, der Star weiß das, man genau das von ihm hören will.

Es lebe der Sport gleich zum Beginn – und Fendrich lässt einen bunten Ritt quer durch die Karriere folgen. Er ist zwar körperlich sichtbar gealtert, stimmlich aber taufrisch. Und seine fünfköpfige Begleitband (akustische und E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards) ist über jeden Zweifel erhaben. Die Herren haben ihre Gaudi – vor allem, wenn sie bei Stücken wie Tango korrupti die Harmonien lässig verschieben dürfen.

Fendrich streut zwischen den Liedern Botschaften ein – gegen Rassismus, gegen Donald Trump, gegen den Schönheitswahn, aber der Kern bleibt die Musik.

Knapp drei Stunden lang geben Fendrich & Co. Gas. Ärgern sich auf der Strada del sole über Italien, schwelgen sich durch Österreichs heimliche Hymne I am from Austria und werden ganz leise bei Weusd a Herz hast wia a Bergwerk.

Und immer ist das Publikum dabei. Fendrich müsste eigentlich gar nicht singen, die 9000 können eh alles auswendig und singen aus voller Kehle mit. Übrigens einen guten Teil des Abends im Stehen, obwohl die Halle komplett bestuhlt ist…

Der Abend klingt nach, lässt einen nicht so leicht los. Auch so kann Pop sein, und zwar durchgängig bis in die Zugaben hinein. Mit der Schickeria. Mit Blond. Und: mit ganz viel Freude.

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