Raubkopierer verbreiten neuen Harry Potter im Internet

- Hamburg - Wenige Tage nach der Veröffentlichung kursieren Raubkopien des Erfolgsromans "Harry Potter und der Orden des Phönix" im Internet. Die Datei liegt unter anderem auf einem großen Rechner in den USA. Darauf tauschen die Nutzer hunderttausende Dateien wie Musik, Filme oder eben schwarz kopierte Bücher.

<P>Der neue Band liegt als Textdatei vor. Deren 377 DIN-A-4-Seiten lassen sich entweder am Bildschirm lesen oder ausdrucken. Die Carlsen Verlag GmbH in Hamburg, die Harry Potter in Deutschland verlegt, wollte sich am Dienstag auf Nachfrage zunächst nicht zu der digitalen Raubkopie äußern.</P><P>Um solche Kopien von der Papierfassung herzustellen, sind wenig Fachkenntnisse nötig. Die Seiten werden zunächst mit einem Scanner eingelesen und später mit einer handelsüblichen automatischen Texterkennung weiterverarbeitet. Der resultierende Text füllt ungefähr ein Drittel einer Diskette und kann binnen Minuten per E- Mail versandt werden.</P><P>Gelangen solche Texte erst einmal auf die Festplatte einzelner Nutzer, verbreiten sie sich für gewöhnlich binnen kurzer Zeit an weite Kreise. Das war in der Vergangenheit unter anderem bei der Biografie von Dieter Bohlen der Fall.</P><P>Unterdessen tauchten am Dienstag auch MP3-Dateien im Internet auf, in denen Fans einzelne Kapitel des Buches vorlesen und die Sprache schon mit Musik unterlegt haben.</P><P>Bereits lange vor der Veröffentlichung des fünften Harry-Potter- Bandes kursierten zudem zahlreiche so genannte "Fakes" im Netz. Diese selbst gedichteten Geschichten wurden fälschlicherweise als angeblich sensationelles "Vorab-Original" der Romans verbreitet.</P><P>Der von Millionen Fans heiß erwartete fünfte Band der Zauberlehrling-Saga der britischen Autorin Joanne K. Rowling erschien in der Nacht zum vergangenen Samstag und fand sofort reißeneden Absatz. Die Startauflage betrug 13 Millionen Exemplare, alein in den USA wurden bereits am ersten Tag 5 Millionen verkauft. Die deutsche Fassung soll am 8. November in die Läden kommen.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Blind sind die anderen
Saliya Kahawatte hat 15 Jahre in einem Hotel gearbeitet, obwohl er kaum sehen kann – von den Vorgesetzten unbemerkt.
Blind sind die anderen
Der Rest ist – Jubel
München - Hausregisseur Christopher Rüping glückte an den Münchner Kammerspielen eine hochkonzentrierte Inszenierung von Shakespeares „Hamlet“. Lesen Sie hier unsere …
Der Rest ist – Jubel
Unser Soul-Arbeiter
Lee Fields brachte den Club Ampere zum Dampfen
Unser Soul-Arbeiter
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten
Jempten - Falco wäre im Februar 60 Jahre alt geworden. Er starb jung, doch seine Hits wie „Rock Me Amadeus“ und „Jeanny“ begeistern die Menschen noch immer.
„Falco - Das Musical“: Gelungene Premiere in Kempten

Kommentare