Jugendlicher (17) ist verschwunden - wer hat Deniz gesehen?

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Turbanschmuck aus Gold und Edelsteinen.

Maharaja-Ausstellung in der Hypo-Kunsthalle

München - Eine Sänfte aus Silber, mit Edelsteinen besetzte Waffen, indischer Turbanschmuck: Die Hypo-Kulturstiftung zeigt die Ausstellung "Maharaja: Pracht der indischen Fürstenhöfe".

„Maharaja – Pracht der indischen Fürstenhöfe“: Diese Ausstellung, die neben dem Victoria and Albert Museum in London nur in der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung gezeigt wird, erzählt von einem feudalen System in Indien, das wir in Europa gut kennen. Von Gottesgnadentum. Von massenhaft Statussymbolen. Und von vielen Rivalitäten und Kriegen, die es fremden Verbündeten leicht machten, in dem Gebiet der „Großkönige“, so die Übersetzung von „Maharaja“, Fuß zu fassen. Der Einfluss der Maharajas bestand bis 1947, als sich Indien unter Ghandi von der Kolonialmacht befreite. Heute sind sie als Poltiker und Geschäftsleute aktiv.

Ein ellenlages Rollbild (um 1811) erklärt, wie sich die Herrscher in prunkvollen Prozessionen ihrem Volk präsentierten. Sänften stehen bereit, in denen der Herrscher und der Tronfolger auf dem Elefanten saßen. Der Maharaja war der Mensch, der den intensivsten Kontakt zur Gottheit hatte. Ihn sehen zu dürfen, versprach Glück.

Bilder zur Ausstellung

Die reiche Kultur der indischen Fürstenhöfe

In der Ausstellung fühlt man sich in eine märchenhafte indische Zauberwelt hineinversetzt. In den Vitrinen Preziosen wie die extrem kostbare Jadevase, die sogar am Boden mit Juwelen verziert wurde. Der Hochzeits-Sari ist üppig mit Goldfäden durchwirkt. Ein kreisrunder Teppich ist gar nicht aus Textilien gewirkt, sondern besteht aus Abertausenden von Perlen. Waffen, ob Steinschlossgewehr oder Dolch, sind mit Goldeinlagen, Edelsteinen und Email geschmückt. 

Spannend ist es, zu sehen, wie aufgeschlossen die Inder das westliche Design aufnahmen. Ein phänomenaler knallroter Art-Deco-Sessel zitiert sowohl den Thron als auch Club-Möbel des Gentlemans. Und auch Yeshwant Rao Holkar II. von Indore bietet sich 1929 dem Blick nicht in Landestracht, sondern im Frack dar. Ein Maharaja als Dandy. 

Infos zur Schau

Adresse: Theatinerstraße 8, 089/22 44 12, www.hypo-kunsthalle.de, kontakt@hypo-kunsthalle.de.

Öffnungszeiten: 12. Februar bis 24. Mai täglich von 10 bis 20 Uhr, am Faschingsdienstag (16.2.) nur bis 14 geöffnet.

Preise: 12 Euro, Rentner 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, Schüler in der Klasse 50 Cent. „Blauer Montag“ (nicht Feiertag) bietet halbe Preise.

Führungen: Anmeldung unter 089/22 44 12.

VHS-Führungen: Mo./Sa. 11.30, Di./Do./Fr. 15.30 Uhr, Mi. 18.30 Uhr. Multimedia-Führung 5 bzw. 3,50 Euro.

Kinderführungen: 17.2., 31.3. und 7.4. um 15 Uhr für Kinder von 6 bis 10 Jahren zusammen mit dem Museumspädagogischen Zentrum.

Simone Dattenberger

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