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Der Sänger Andy McCluskey der britischen Band OMD (Orchestral Manoeuvres in the Dark). 

Kritik zum Konzert

Reife Spitzenparty: OMD in München - minutenlange Ovationen

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Die Tonhalle brodelte: Andy McCluskey und Paul Humphreys alias OMD begeisterten bei ihrem Konzert die Münchner, eine Sache wird allerdings ihr Geheimnis bleiben. Eine Kritik. 

Er kann es selbst kaum fassen, was er da gerade erlebt: „Müünschen, was geht?“, ruft Andy McCluskey ins Mikro. Er grinst breit und blickt mit großen Augen staunend auf die Menge vor sich. „Müünschen früher immer cool und ruhig, aber heute?“, wundert er sich. Ja, die Tonhalle brodelt!

Ü-40 kann Party, und wie! McCluskey und Paul Humphreys alias OMD (Orchestral Manoeuvres in the Dark) haben bis zum Ausruf des Sängers schon zahlreiche ihrer Klassiker gespielt, die Fans haben mitgesungen, haben getanzt – und sind immer wieder in lang anhaltenden Jubel verfallen. Sogar bei neuen Liedern vom aktuellen Album The Punishment of Luxury.

Nur ein Beispiel:Nach der 80er-Hymne Maid of Orleans – minutenlange Ovationen. Auf der Bühne sind sie in New-Wave-Schwarz gekleidet zu viert (mit Martin Cooper, Keyboard/Saxofon, und Stuart Kershaw, Schlagzeug), dazu gesellen sich zwei Laptops. 21 Songs sind’s am Ende. 

Wie viele die beiden Endfünziger voll live gesungen haben, bleibt ihr Geheimnis. Mit Elektronik kennen sie sich ja aus, und sie wissen, wann Töne für alte Herren zu hoch sind. Geschenkt: Das, was die Gute-Laune-Bären abgeliefert haben, war die Mutter aller 80er-Jahre-Partys. 

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