Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Rendezvous zweier Ausdruckskünstler

München - Münchner Herkulessaal: Edita Gruberova bot einen Belcanto-Querschnitt vom Feinsten.

Wenn mitten in der Koloratur eine kleine Lachsalve "abgefeuert" wird, Kunstgesang und Naturlaut sich aufs Schönste vereinen, dann ist Edita Gruberova am Werk. Auch beim Gala-Konzert anlässlich ihres 40-jährigen Bühnenjubiläums am Montagabend im Münchner Herkulessaal bewies die Sängerin in der Zugabe als "Fledermaus"-Adele kokett lachend dem "Herrn Marquis" nachdrücklich ihr Theater-Talent.

Ihren Bewunderern bot sie zuvor einen Belcanto-Querschnitt vom Feinsten: Als "Lucrezia Borgia" (Donizetti) besang sie mit feinstem Kopfstimmen-Pianissimo den Sohn, bevor sie als Violetta Valéry dem Père Germont von Paolo Gavanelli emotional Paroli bot. Da trafen sich zwei Ausdruckskünstler, die mit jedem bewusst gesetzten und gefärbten Ton eine Seelenregung vermitteln können.

So wie die Gruberova nicht nur ein Lehrbuch für belcantistischen Koloraturgesang singend aufblättert, sondern immer auch Emotion transportiert, Liebesleid, Eifersucht, Zorn oder Wahn aus Verzierungen und Trillern blitzen lässt, so vermag auch ihr Partner Gavanelli jede Regung stimmlich umzusetzen.

Er tat es als Don Alfonso in Donizettis "La Favorita", als Don Carlo in Verdis "Ernani" und als Graf Luna ("Troubadour") - alles in feinen dynamischen Abstufungen und stilsicherer Phrasierung. Das fordert die Gruberova heraus, die als virtuose Meisterin der Phrasierungskunst, des kunstvollen Auf- und Abschwellens der Töne, des schwebenden Pianissimos Maßstäbe gesetzt hat.

Bellinis kunstvoller Gesang geriet ihr zum starken Ausdrucksmittel - ob als "Beatrice di Tenda" oder Imogene ("Il Pirata"). Temperamentvoll und flexibel begleitet wurden die Sänger von Andriy Yurkevych und Musikern unterschiedlicher Münchner Orchester. Standing ovations.

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