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Lorin Maazel starb am Sonntag in Amerika an einer Lungenentzündung.

Philharmoniker und BR-Symphoniker

Requiem für verstorbenen Star-Dirigenten Maazel

München - Der verstorbene Lorin Maazel ist Chefdirigent sowohl der Münchner Philharmoniker als auch des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks gewesen. Deswegen tun sich beide Orchester am kommenden Montag zusammen, um ihm die letzte Ehre zu geben.

Um 20 Uhr spielen Musiker beider Ensembles sowie beider Chöre Johannes Brahms’ „Deutsches Requiem“ in der Kirche St. Michael an der Neuhauser Straße.

Als Solisten treten Christiane Karg (Sopran) und Georg Zeppenfeld (Bass) auf. Dirigieren wird Maazels Nachfolger bei den Philharmonikern, Valery Gergiev. Das Konzert ist gratis, der Einlass beginnt um 19.30 Uhr.

Der 84-jährige Maazel hatte bereits vor gut einem Monat sein Amt als Chefdirigent der Philharmoniker niederlegt, weil er mit den Folgen einer Lungenentzündung gekämpft hatte. Am vergangenen Sonntag starb er im US-amerikanischen Castleton, Virginia.

Eigentlich hätten auch die New Yorker Philharmoniker Maazel gerne ein Gedenkkonzert ausgerichtet – open air im Central Park. Eine Sturmwarnung hat das jedoch verhindert. Maazel war von 2002 bis 2009 Chefdirigent in New York. Jetzt wird ihm ein Konzert im Van Cortlandt Park in der Bronx gewidmet.

Das musikalische Ereignis in München auf die Beine zu stellen, sei ebenfalls ein „organisatorischer Kraftakt“ gewesen, sagte ein stolzer Münchner Kulturreferent Hans-Georg Küppers gestern vor dem Stadtrat. „Wir sind froh, dass wir es geschafft haben. Denn wir sind es Lorin Maazel schuldig.“

Johannes Löhr

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