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Sie waren laut, sie waren schnell, sie waren kompromisslos und technisch sicher: Resist the Ocean aus Nürnberg haben den Band-Wettbewerb des Rockavaria-Festivals gewonnen und spielen Ende Mai in München.

Band-Porträt

Resist the Ocean dürfen bei Rockavaria spielen

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München - Resist the Ocean heißt die Nachwuchsband aus Nürnberg, die Jury und Publikum überzeugte und Ende Mai bei Rockavaria spielen darf.

Sichtlich überrascht stürmten die Jungs von Resist the Ocean auf die Bühne, als sie kurz vor Mitternacht zum Sieger des Rockavaria-Bandwettbewerbs gekürt wurden. Sänger Jochen stammelte etwas von „großer Ehre“ ins Mikrofon – er konnte es noch nicht fassen, dass er mit seinen Nürnberger Kollegen in wenigen Wochen im Münchner Olympiapark auf die Bühne des Rockavaria-Festivals darf. Neben Legenden wie Iron Maiden und Iggy Pop. Da können einem schonmal die Worte fehlen.

Zehn Bands traten am Samstagabend im Münchner Backstage gegeneinander an, um sich den begehrten Auftritt zu sichern – und damit den Vorjahressiegern Tuxedoo und Lem Motlow nachzufolgen. Die Teilnehmer hatten auch in diesem Jahr im Vorfeld die meisten Stimmen bei einer Online-Abstimmung gesammelt. Rund 15 Minuten Spielzeit bekam jede Band, um Jury und Publikum zu überzeugen. Kategorien wie Gesang, Bühnenpräsenz und musikalische Leistung standen auf den Bewertungszetteln der Juroren. Zusätzlich durften die Zuschauer abstimmen – das „fließt in unsere Entscheidung mit ein“, sagte ein Jury-Mitglied. Leicht dürfte die Entscheidung nicht gefallen sein, denn nach den zehn Kurzauftritten hatte sich keine Band einen Favoritenstatus erspielen können.

Die meiste Fan-Unterstützung hatten die Münchner von Password Monkey mitgebracht. Als sie die Bühne betraten, war die sonst meist nur zur Hälfte gefüllte Halle plötzlich fast voll. Auch musikalisch überzeugten sie mit sattem, bluesgeschwängertem Hardrock und markantem Gesang.

Einen Preis für die einprägsamste Deko gab es nicht. Aber wenn, dann hätten ihn wohl die Salzburger Proll Guns gewonnen: Zaunlatten als Mikrofon-Ständer, behangen mit Stierschädel und allerlei Rindergebeinen, dazu dreckige Unterhemden, Cowboyhüte und Texte, in denen sich alles um Whisky dreht – Rock’n’Western-Roll nennt das Trio sein motörheadhaftes Gitarren-Dauerfeuer. Das leichtbekleidete Cowgirl auf der Bühne brachte die Jury zwar zum Schmunzeln, für den Sieg reichte der Hüftschwung jedoch nicht.

Am stärksten vertreten waren Bands aus der Metalcore-Ecke. Aggressive, schnelle Gitarrenriffs, hämmernde Drums und der typische gutturale Schreigesang dominierten den Abend. Am überzeugendsten präsentierten diesen Stil die Sieger Resist the Ocean: Sie waren laut, sie waren schnell, sie waren kompromisslos – und technisch sicher. Schon die Vorjahressieger Tuxedoo kamen aus der Hardcore-Ecke. Die Oberösterreicher, die „Musikantenstadl“-Optik mit bretthartem Metal kombinieren, setzten mit ihrem Auftritt den Schlusspunkt des Abends. Und hoffen auf einen würdigen Erben beim Rockavaria.

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