+
Für zwei Stunden amüsant: Atze Schröder

Revolution mit Atze Schröder

München - Wie war la revolución? Antwort: Recht lustig. Die Kritik zu Atze Schröders Doppel-Auftritt im Circus Krone.

Atze Schröder, der Mini­pli-Comedian aus Essen, alberte sich mit seinem Programm Revolution an zwei ausverkauften Abenden durch den Circus Krone – und bewies, dass sein Humor eher rückwärts gewandt als revolutionär ist. Aber auch, dass ein Abend mit Atze immer noch unterhaltsamer ist als die immergleiche Mann-Frau-Litanei des artverwandten Kollegen Barth.

Weniger lustig: Die schlechtesten Vulkan-Witze

Diese Vulkan-Witze wollen wir nicht mehr lesen

Denn der Perückenträger gibt sich spürbar mehr Mühe als Mario Barth – sowohl bei der schicken Bühnen-Deko mit einem schrottreifen Che-Guevara-Heli als auch bei der Themenauswahl. Bisweilen versuchte sich Schröder gar in Kabarett und Sozialkritik – etwa als er das Einkommensgefälle zwischen Bohlen und der alleinstehenden Mutter anprangerte, die nicht weiß, wie sie die Zahnspange ihrer Tochter bezahlen soll.

Sein Fazit: Deutschland ist reif für die Revolution – am besten mit Commandante Atze. Schlussendlich war die Ruhrpott-Revolution aber nur der Aufhänger für klassisch derben Schröder-Schabernack, z.B. über hitzigen Sex („Gegen uns ist das Kamasutra ein Pixi-Buch“) und Männer-Schlampen: „Männer haben zwei Wäschehaufen: Dreckig – und dreckig, aber geht noch.“ Feinsinnig ist die Currywurst-Revolte nicht – aber für zwei Stunden amüsant.

Jörg Heinrich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
David Guetta war am Donnerstag in der Olympiahalle zu Gast und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Auch unsere Redakteurin war mit dabei - und fand es einfach nur …
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
Der Herr der Klänge
Trauer um Christian Burchard, Herz der Band Embryo und einer der wenigen echten Weltstars aus München, der mit 71 Jahren gestorben ist.
Der Herr der Klänge
Fire and Fury - ein amerikanisches Sittengemälde
Wird sich Michael Wolffs Bilanz des ersten Jahres der Donald-Trump-Regentschaft auch in Deutschland gut verkaufen? Und ob. Die englischprachige Originalversion ist …
Fire and Fury - ein amerikanisches Sittengemälde
„Kulturzeit will helfen, die Welt zu mögen“
Zuschauer des BR-Fernsehens kennen Vivian Perkovic von den Sendungen „Jetzt mal ehrlich“, „Puls“ und „on3-Südwild“. Seit einem Jahr ist die 39-Jährige, die etwa auch …
„Kulturzeit will helfen, die Welt zu mögen“

Kommentare