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Eine Lady verzaubert nicht nur die „Bad Boys“: Das siebenköpfige Ensemble begeisterte vor allem in der zweiten Hälfte seiner Tanzshow „Rock The Ballet“.

„Rock The Ballet“: Kraft, Ausdauer, Sex

München - Beim Publikum kam die Mischung in „Rock The Ballet“ an – kein Wunder, hatten doch den Weg ins Prinzregententheater überdurchschnittlich viele Münchnerinnen gefunden.

Was für eine ungewöhnliche Zweiteilung einer Show: Einerseits eine bieder-brave Version der „High School Musical“-Filmreihe samt Tänzern in grün-blauen Polohemden und ebensolchen Jeans, andererseits Einlagen in bester (und niveauvoller) „Chippendales“-Manier mit extra Präsentation der Sixpacks. Beim Publikum kam diese Mischung in „Rock The Ballet“ an – kein Wunder, hatten doch den Weg ins Prinzregententheater überdurchschnittlich viele Münchnerinnen gefunden.

Die Aufteilung von Rasta Thomas’ Konzept bleibt wie beim Gastspiel 2010 gleich: Vor der Pause erzählen die sechs Tänzer und das Mädchen zu Rock- und Popsongs eine Liebesgeschichte, danach geht es ums Tanzen, Partymachen, Flirten. Doch größer hätten die Gegensätze kaum sein können.

Denn in der ersten Hälfte scheinen das Feuer und die Leidenschaft, die zwischen den Solisten Kaitlynn Edgar und Kevin Mylrea hätten sprühen sollen, auf dem Weg zu den Zuschauern zu verpuffen. Selbst bei Schmacht-Balladen wie Alicia Keys’ „Fallin’“ oder Aerosmiths „Don’t Wanna Miss A Thing“ dominiert bei allen Hebungen, Sprüngen und Pirouetten diese greifbare Gehetztheit, dieses Aufgedrehtsein. Dazu fehlen bei den „Bad Boys“-Herren die Präzision, Sauberkeit und Linie. Und hätte Kanye West gewusst, dass man sein „Stronger“ so amerikanisch-glatt mit einem ausdruckslosen Dauer-Lächeln darbieten würde – der reale Bad Boy hätte das wohl zu verhindern versucht. Denn cool geht anders, und sexy sowieso.

Nämlich so wie im zweiten Teil. Da machen sie alles richtig: Es bestimmen Kraft, Dynamik, Ausdauer und explizite Erotik den Abend. Da ist jeder Tänzer präsent, zeigt seine (akkurate) Kunst und seinen Astralkörper. Das kommt beim Publikum – natürlich – an, und auf einmal rückt kein anderes Lied als LMFAOs „I’m Sexy And I Know It“ ihr freches Grinsen in das richtige Licht. ´

Angelika Mayr

Bis 13. August,

Telefon 089/ 54 81 81 81.

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