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Matthew Bellamy von der britischen Band Muse. Die Band war bei Rockavaria Headliner am Freitagabend.

München schwärmt von dieser Band

So spektakulär waren Muse bei Rockavaria

München - Es gibt Bands, die live okay sind. Und es gibt Bands, die phänomenal sind. Muse gehören zur zweiten Gruppe. Ihr Auftritt bei Rockavaria am Freitagabend war gigantisch.

Live waren Muse schon immer eine sichere Bank. Und nachdem sich die Engländer in den vergangenen Jahren mit stadiontauglichem Bombast-Rock ohne jede Angst vor Pomp oder Pathos mehr und mehr als legitime Nachfolger von Queen empfohlen haben, sind sie an diesem Freitagabend folgerichtig als Headliner im Olympiastadion angekommen.

Auf der Bühne zelebrieren Muse ihren energiegeladenen, einfallsreichen, explosiven Mix aus komplexen Kompositionen und hypnotischer Härte mit der wilden Wucht des Wahnwitzes. Das schweißtreibende Schlagzeug von Dominic Howard und der beinharte Bass von Chris Wolstenholme bilden das Fundament für das gnadenlose Gitarren-Gebretter von Mastermind Matthew Bellamy.

Als virtuoser Pianist tritt der schmächtige Wunderknabe kaum noch in Erscheinung; als Sänger steigert er sich in jeden Song hinein wie ein gequälter Engel – und schraubt dabei seine klare, kräftige, klagende Stimme immer wieder in himmlische Höhen. Geschickt kombiniert die britische Band bei ihrem begeisternden München-Auftritt eine Handvoll vielversprechender Songs aus ihrem im Juni erscheinenden Konzeptalbum „Drones“ mit älteren Hits wie „Hysteria“, „Starlight“ oder „Uprising“.

Spektakuläre Lichter-Show von Muse für die Rockavaria-Festivalgänger

Dazu gibt es – offenbar nach dem Motto „Mehr ist mehr“ – eine fantastische Lightshow und Videowände und einen gläsernen Flügel und Gewitterregen und Blitze am Himmel und und und: Spektakuläre Songs und spektakuläre Bilder verbinden sich zu einer opulenten Orgie aus Klang und Licht und Spaß. Und die erstaunlich textsicheren Fans gehen ab wie Schmidts Katze – von der Muse gerockt!

Lesen Sie, wie die anderen Bands am ersten Tag von Rockavaria bei den Fans angekommen sind.

Marco Schmidt

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