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The Birdwatchers aus Fürstenfeldbruck bieten Indie-Rock.

Endausscheidung im Circus Krone

"Rockavaria": Jetzt wird's ernst für die Bands

München - Zwischen Skatepunk und Hippie-Rock: Die Endausscheidung des "Rockavaria“-Bandwettbewerbs läuft am Donnerstag im Münchner Circus Krone. Zehn Bands kämpfen um den Sieg.

Nicht nur die Meteorologen melden ab sofort ein frühlingshaftes Allerlei. Am Freitag weht auch eine Vorahnung von Freiluft-Konzerten durchs Münchner Kulturleben. Als Vorbote des „Rockavaria“-Festivals steht im Circus Krone die Endausscheidung des „Rockavaria Bandcontests“ an. Es treten insgesamt zehn Bands vor einer namhaften Jury auf. Wie berichtet, hatten die Veranstalter einen Wettbewerb ausgeschrieben, um auch Gruppen aus der Region einen Platz auf dem Festival einzuräumen. Andrea Blahetek, Geschäftsführerin von „Global Concerts“, war von der Resonanz auf die Ausschreibung überrascht: Über 500 Bands hatten sich beworben, 40 wurden ausgewählt und konnten sich von ihren Fans online ins Finale wählen lassen. Zehn Gruppen stehen nun fest, von denen sieben aus dem Einzugsgebiet unserer Zeitung und eine aus Österreich stammen. Musikalisch dürfte es gemäß des großen „Rockavaria“-Spielplans rau bis handfest zugehen. Hier die Kandidaten im Überblick:

Scorefor aus Bad Tölz (Skatepunk) sind seit Mitte der Neunziger ein Dauerbrenner. Zwar hat ihre aktuelle CD nun auch schon sieben Jahre auf dem Zähler, live sind sie aber unter dem Motto „Punkrock from Bavaria“ seit 1996 weltweit und ungebremst unterwegs. Mit einer stabilen Fanbasis von Sachsenkam bis Kanada im Kreuz, dürfte es sich bei Scorefor um die erfahrenste Band des Abends handeln. Envinya aus München (Progressive Metal) haben Wurzeln in Schongau und Bandmitglieder von München bis Spanien. Envinya vereinen seit 2010 melodischen Metal mit Doom- und Goth-Elementen, mystischen Themen und breiten Gitarrenwänden. Ihr Debütalbum „Inner Silence“ brachte Empfehlungen, unter anderem vom Magazin „Metal Hammer“. Lem Motlow aus München (Hardrock), jetzt mit Sänger Sebastian Schweyer, verstehen es, erstens so kraftvolle wie anspruchsvolle Songs zwischen Pop und Rock zu schreiben und sie, zweitens, auch unplugged mitreißend zu präsentieren. Als neuer Sänger von Lem Motlow wagt Schweyer sich auch auf das Feld des Blues-gewürzten Hardrock. The Birdwatchers aus Fürstenfeldbruck (Indie-Rock) kommen mit Adam Haugh und Ian Brew eigentlich zum Teil aus Irland. In München fanden die beiden passende Mitstreiter, Max Spieler und Christoph Ullmann. Ihr Sound zwischen ausgefuchstem Indie-Rock und Britrock brachte ihnen breite Anerkennung – und weckte nicht nur das Interesse der BR-Jugendfunker „Puls“.

Michael & The Wolfhounds aus Miesbach (Irish-Folk-Rock) haben mit Banjo, Akkordeon, allen möglichen Gitarren, Bass und Schlagzeug einen instrumentalen Fuhrpark beisammen, der Unbedarfte auf die falsche Fährte führt. Nicht entspannter Songwriter-Folk, sondern feierwütiger Irish Folk zwischen The Pogues und Flogging Molly ist angesagt. Masan aus München (Hippie- Rock) bieten fette Bläsersätze, Gitarren-Soli, druckvolle Hammond-Betten und viel Soul in der Rockröhre von Sänger Masan Basti Brand. Der Funk-gestützte Seventies-Rock brachte die vier Münchner unter anderem bereits ins Hard Rock Café. Vermillion aus München (Melodic Hardcore) sind mit Darius Asgarian, Benjamin Cepiga, Max Trausenecker, Mark Kohnke und Andreas Hofner bisher nicht als Schlaftabletten aufgefallen. Restless aus Mühldorf (Punkrock) werden einiges an Kilometern bis Oktober auf ihren Tourbus gefahren haben. Kreuz und quer durch Bayern und danach bis nach Berlin führt sie ihre Gastspielreise. Einen Vorgeschmack gibt’s im Internet auf Youtube, wo die Band ihr Video zu „Defend Your Town“ online gestellt hat. Stereostoned aus Regensburg erinnern mit Alternative Rock und einem guten Schuss Funky Metal an die Neunzigerjahre und Bands wie Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine oder Living Colour. Und es scheint bis heute zu funktionieren; jedenfalls waren  die Burschen schon im Vorprogramm von Sepultura, Therapy oder Crowbar zu hören. Tuxedo aus Mattinghofen, Österreich, (Hardcore) haben es ebenfalls ins Finale des Wettbewerbs geschafft: Ihr sogenannter Alpencore vereint Thrash Metal und Metalcore und brachte ihnen 2014 den Titel „Beliebteste österreichische Band“ ein – verliehen von einem der größten österreichischen Musiksender.

Info

Das Konzert ist am Donnerstag ab 19 Uhr, im Circus Krone; Tel. 089/ 54 81 81 81. „Rockavaria“ findet vom 29. bis zum 31. Mai im Münchner Olympiapark statt.

Christoph Ulrich

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