Rückgabe von Raubgut

- Das New Yorker Metropolitan Museum of Art hat im Streit um illegalen Handel mit italienischen Kunstschätzen eingelenkt. Metropolitan-Direktor Philippe De Montebello will Italien sowohl die weltberühmte Vase des Euphronius aus dem Jahr 515 v. Chr. als auch 15 Stücke aus dem Silberschatz der Morgantina aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. zurückerstatten. Die Fundstücke stammen aus Raubgrabungen in der Nähe von Rom und auf Sizilien und waren Anfang der 70er-Jahre von Kunsthehlern für Millionenbeträge an das amerikanische Museum verkauft worden.

Die Exponate, die heute von unschätzbarem Wert sind, sollen Ende 2007 wieder in ihre Heimat gebracht werden - die Euphronius-Vase nach Rom, der Silberschatz nach Sizilien. Berichten zufolge soll Italien gedroht haben, dem Metropolitan Museum keine Exponate mehr für Ausstellungen auszuleihen, falls die antiken Kunstwerke nicht zurückerstattet werden. Das aber wäre für das größte Museum Amerikas und das drittgrößte Museum der Welt - nach dem British Museum in London und der Eremitage in St. Petersburg - sowohl wirtschaftlich als auch kulturell inakzeptabel gewesen.

Derzeit findet in Rom auch ein Prozess wegen illegalen Handels mit Kunstschätzen gegen die ehemalige Kuratorin des Getty Museums in Los Angeles, Marion True, statt.

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