Ruhrtriennale steigert Auslastung - 78 000 Besucher

- Bochum - Die spektakuläre Ruhrtriennale-Produktion "Die Soldaten" soll auch in der kommenden Spielzeit wieder in der Bochumer Jahrhunderthalle zu sehen sein.

"Wir arbeiten hart daran und sind alle wild entschlossen, das Stück wieder aufzunehmen", sagte Intendant Jürgen Flimm am Freitag zum Abschluss der Spielzeit 2006 in Bochum. David Pountneys Neuinszenierung der modernen Oper, bei der die Zuschauer auf einer Tribüne auf Gleisen durch die Halle gefahren werden, hatte international Beachtung gefunden. "Es ist eine der wenigen Arbeiten, bei denen die Kritiken von positiv bis enthusiastisch reichen", sagte Flimm.

Auch die Produktion "Rubens und das nichteuklidische Weib" werde möglicherweise noch einmal zu sehen sein: Für das Stück von Péter Esterházy habe es viele Gastspiel-Anfragen gegeben. In seinem zweiten Jahr als Intendant des Festivals hat Flimm die Auslastung von 82 auf 86 Prozent steigern können. Mehr als 78 000 Besucher hätten die 30 Produktionen an elf Spielorten im Ruhrgebiet gesehen, sagte Flimm. Die Ergebnisse der Besucherumfragen hätten eine hohe Zustimmung zur Programmgestaltung ergeben. Mehr als ein Drittel der Besucher seien von außerhalb des Ruhrgebiets gekommen. Die Ruhrtriennale endet am Sonntag mit einer letzten Aufführung von Peter Zadeks Berliner "Hamlet"-Inszenierung.

Auch in der kommenden Spielzeit, die sich vom 1. September bis 14. Oktober 2007 dem Mittelalter widmen soll, werde mit mindestens einer Inszenierung von Claus Peymann wieder ein ehemaliger Chef des Bochumer Schauspielhauses bei der Ruhrtriennale zu Gast sein. Außerdem soll die Uraufführung von Wilhelm Genazinos Stücks "Courasche oder Gott lass nach" nachgeholt werden. Die eigentlich für diese Saison geplante Produktion musste verschoben werden, weil Hauptdarstellerin Veronika Ferres ihre Mitarbeit kurzfristig abgesagt hatte.

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