"Saliera"-Raub

- Großer Fahndungserfolg: Die Wiener Kriminalpolizei konnte am Wochenende den spektakulären Diebstahl des berühmtesten und teuersten Salzfasses der Welt aufklären. Die "Saliera", eine aus massivem Goldblech getriebene Kleinskulptur des florentinischen Bildhauers Benvenuto Cellini (1500-1571), deren "Marktwert" auf 50 Millionen Euro geschätzt wird, konnte in einem Wald nahe der Ortschaft Brand im Waldviertel - fast unbeschädigt - geborgen werden.

Der mutmaßliche Täter, ein Alarmanlagen-Techniker, der das wertvolle Stück am 11. Mai 2003 aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien geraubt hatte, sitzt hinter Gittern. Die "Saliera" gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken der Renaissance. Es ist die einzige erhaltene Goldschmiedearbeit Cellinis. Sie entstand in Paris in den Jahren 1540 bis 1543 im Auftrag des Königs Franz I. von Frankreich. Cellini hatte die Skulptur nach eigenen Angaben aus Goldblech freihändig getrieben. Er gestaltete das Salzfass als allegorische Darstellung des Planeten Erde. Das prachtvolle Stück überstand den Raub und die unsachgemäße Lagerung nur mit zwei "Kratzern" nahezu unbeschädigt.

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