Salman Rushdie gewinnt Klage gegen Ex-Sicherheitsbeamten

London - Der britisch-indische Autor Salman Rushdie (61) hat seine Klage gegen einen ehemaligen Sicherheitsbeamten gewonnen.

Das Gericht habe bestätigt, dass dieser sowie sein Ghostwriter und Verlag in einem Buch eine Reihe "rufschädigender" Falschaussagen über ihn gemacht hätten, sagte Rushdie am Dienstag vor dem Londoner High Court. Er akzeptiere die Entschuldigung der Beteiligten. Der Ex- Polizist Ron Evans hatte Rushdie beschützt, als dieser 1989 Todesdrohungen wegen seines Romans "Die satanischen Verse" bekommen hatte.

Evans Buch "On Her Majesty's Service" sollte Anfang August erscheinen; die Veröffentlichung wurde wegen Rushdies Klage jedoch aufgehalten. Auszüge waren in der Zeitung "Mail on Sunday" erschienen.

Rushdie bekommt die Gerichtskosten von 15 000 Pfund (rund 19 000 Euro) erstattet, auf Entschädigung hatte er nicht geklagt.

In dem Buch, das der Verlag John Blake Publishing nun überarbeitet hat, hieß es unter anderem, Rushdie sei selbstmordgefährdet und unhygienisch. Zudem soll Elizabeth West, Rushdies dritte Frau, diesen nur wegen seines Vermögens geheiratet haben.

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