Salzburg: Abbados Jugendarbeit

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<P>Ein Vorzeigekonzert - die Kartenbewerber standen in Kompaniestärke vor dem Salzburger Großen Festspielhaus. Bart|2ok, Ravel, Debussy, Abbado, Argerich, dazu das Gustav Mahler Jugendorchester, ein Ensemble mit dem sich alles machen lässt, in dem sich Präzision mit Engagement verbindet. Abbado, sein Gründer, hat dieses Orchester ohne großen äußeren Aufwand stets in seiner Hand, und das, obwohl es ja ständigem Wechsel unterworfen ist: Die Altersbegrenzung liegt bei 26 Jahren, die Mitglieder kommen diesmal aus 28 europäischen Ländern (plus ein paar südamerikanischen Hospitanten), das Patronat liegt nach wie vor beim Europarat.</P><P>Werke wie Bart|2oks (trotz ihrer Nähe zur ungarischen Volksmusik) einst als spröde und schwierig empfundene Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta gehören heute nicht nur zum Standardrepertoire junger Musiker, sie gelingen auch mühelos. Die Streicherbesetzung war stark, den beiden Orchesterteilen stellte sie immerhin jeweils sechs Kontrabässe als Basis zur Verfügung. Bart|2oks einfallsreiche Instrumentation kam lückenlos zur Geltung.</P><P>Nach dem erforderlichen umfangreichen Umbau dann Ravels Klavierkonzert G-Dur mit Martha Argerich in einer ihrer Lieblingsrollen. Mag sein, dass man die unendliche Melodie des Adagio assai von ihr schon poetischer, runder gehört hat, aber Ravels Auseinandersetzung mit dem amerikanischen "symphonischen Jazz" in den Ecksätzen glich einem Feuerwerk an Perfektion.<BR>Eigentlich stehen solche Interpretationen wie in dieser Matinee aber eine Stufe über bloßer Perfektion; Abbado und sein Orchester haben auch nach der Pause - in "La mer" von Claude de Debussy - ihr Können nicht nur vorgeführt, sie haben es glaubhaft gemacht.<BR></P>

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