Sammelsurium

- Mehr als 50 Preisträger, da verliert man schon mal den Überblick: vielleicht ein Hauptproblem des "Echo Klassik", dessen Gewinner gestern von der Deutschen Phono-Akademie bekannt gegeben wurden. Ambitioniertes und Kassenhits, Unentdecktes und Repertoire-Reißer finden sich darunter, aber auch Merkwürdigkeiten (etwa Anne-Sophie Mutters Einspielung des Beethoven-Violinkonzerts), bei denen der Promi-Name die interpretatorische Leistung weit überstrahlt. Nach welchen Kriterien die Jury wohl auswählen mag?

<P>Unstrittig freilich sind die Träger der wichtigsten Preise: Ausgezeichnet werden die Dirigenten Nikolaus Harnoncourt (als "Künstler des Jahres") und Simon Rattle. Überdies wird Anneliese Rothenberger für ihr Lebenswerk geehrt, ein Sonderpreis geht an Bundespräsident Johannes Rau, der sich für musikalische Bildung engagiert habe, besonders durch sein Projekt "Musik für Kinder". </P><P>Sängerin des Jahres ist Vesselina Kasarova (ab Oktober im Münchner Nationaltheater als Glucks Orpheus zu erleben), Sänger des Jahres Salvatore Licitra. Die besten Instrumentalisten sind Arcadi Volodos (Klavier), Maxim Vengerov (Violine), Mischa Maisky (Cello), Emmanuel Pahud (Flöte) und Sabine Meyer (Klarinette).<BR><BR>Vertreter aus Kultur, Politik, Medien und Plattenfirmen sitzen in der Jury, die Auszeichnungen werden am 26. Oktober im Konzerthaus Dortmund bei einer Gala überreicht, die am selben Abend vom ZDF (22 Uhr) ausgestrahlt wird. Senta Berger moderiert.</P>

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