Zum Tod von Schauspieler Achim Höppner

- Als in München die freie Theaterszene noch bedeutsam und eine echte Alternative zu den arrivierten Bühnen war, da schrieb Achim Höppner Münchner Theatergeschichte.

Denn der Schauspieler war 1970 Mitbegründer und Leiter des künstlerisch überaus erfolgreichen Theaters in der Kreide (TiK), das es heute schon längst nicht mehr gibt. Aber damals pilgerte jeder hin, z.B. um Achim Höppner zu sehen ­ etwa als Tiger Brown in der "Dreigroschenoper" oder Hendrik Höfgen in "Mephisto".

Doch das freie Theater nährte seinen Mann schlecht. Und Höppner, der mit einer unverwechselbaren Stimme gesegnet war, engagierte sich zunehmend als Sprecher ­ im Rundfunk, bei Lesungen, für Hörbücher und in den Synchronstudios. Er war der deutsche Sprecher von Eastwood, Burton und Sutherland und der des Zauberers Gandalf im "Herr der Ringe".

Am Samstag ist Achim Höppner in Germering, wo er lebte, gestorben. Er wurde nur 60 Jahre alt. Der Tod kam überraschend.

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