Schindhelm zieht Kündigung zurück

- Berlin - Der Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, Michael Schindhelm, hat am Mittwoch seine außerordentliche Kündigung wieder zurückgezogen. Das teilte die Berliner Kulturverwaltung nach einer Sitzung des Stiftungsrates mit.

Sein Vertrag ende somit nicht sofort, sondern vorfristig am 1. April 2007 statt 2010. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt. Allerdings sei eine Beendigung des Vertragsverhältnisses vor dem 1. April ohne eine Fortzahlung der Bezüge im gegenseitigen Einvernehmen möglich.

Die außerordentliche Kündigung stammte vom 10. November und war am Dienstagabend bekannt geworden. Schindhelm hatte seinen Rücktritt erklärt, weil er keine ausreichende Grundlage mehr für eine konstruktive Zusammenarbeit mit Wowereit sah.

Schindhelm soll nun in der Übergangszeit seinen Nachfolger einarbeiten und sich vorrangig seinem Konzept zur Reform der Opernstiftung widmen. Dazu gehöre auch Schindhelms Vorschlag, an der Deutschen Oper anstelle des täglich wechselnden Repertoire-Betriebes bestimmte Aufführungen mehrere Tage oder Wochen hintereinander zu zeigen.

Der Stiftungsrat mit dem scheidenden Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei) an der Spitze unterstützt die Bemühungen des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), die Bundesregierung für eine Übernahme der Berliner Staatsoper zu gewinnen. Auch dulde die Sanierung der Staatsoper keinen weiteren Aufschub, heißt es in der Erklärung.

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