Schlingensief zur Kunstbiennale nach Venedig eingeladen

- Berlin - Der Berliner Theaterregisseur Christoph Schlingensief ist zur Teilnahme an der 50. Kunstbiennale in Venedig (15. Juni bis 2. November) eingeladen worden. Er soll dort seinen Beitrag zum Thema "Dreams and Conflicts. The Viewer's Dictatorship" (etwa: Träume und Konflikte. Die Diktatur des Zuschauers) leisten.

<P>Wie Schlingensief sagte, handelt es sich bei seiner geplanten Aktion in der Lagunenstadt um "ein Stück in vier Teilen, das in Deutschland beginnt und über Venedig und andere Länder wieder nach Berlin zurückkehrt". Dabei gehe es um "die großen Ängste in unserer Gesellschaft, die mich schon immer beschäftigt haben".</P><P>Start der Aktion sei Ende Mai, die Präsentation in Venedig beginne Ende Juni. "Ich werde nicht eingeladen, weil ich in der Bildenden Kunst im Museum rumtoben soll, sondern weil meine Art Theater wohl immer stärker auch Anhänger in anderen Kunstsparten wie der Bildenden Kunst findet." Der "reine Theaterblick" auf seine Arbeit sei ihm zu eng, betonte der Regisseur.</P><P>Das sei auch schon bei seinen letzten Theaterarbeiten spürbar geworden, wie bei der gegenwärtig in der Berliner Volksbühne gezeigten Inszenierung "Atta Atta - Die Kunst ist ausgebrochen", die ständig ausverkauft sei. "Wichtig und schön für mich ist natürlich auch der Blick vom Ausland auf meine Arbeit und vor allem die Anerkennung, dass wohl nicht alles Quark ist, was ich mache, oder nur Oberfläche, die schreit. Und was mich am Erfolg von "Atta Atta" besonders freut, ist, dass ich damit wieder in Berlin angekommen bin. Die Aufführungen werden regelrecht gestürmt."</P>

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