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Was für eine Frau: Betty Brawn kann zwei Mannsbilder tragen.

Premiere von „Backstage“ im Münchner GOP

Selten (k)eine so amüsante Show gesehen! 

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München - Das GOP, Münchens Parade-Varieté, zeigt in seinem neuen Programm „Backstage“, was hinter den Kulissen einer Bühnenshow geschieht. Lesen Sie hier unsere Premierenkritik.

Der Anfang ist das Ende, und das Ende ist der Anfang. Und auch sonst liegen die Dinge im neuen GOP-Programm „Backstage“ ein wenig kompliziert. Denn eigentlich ist die Show gar keine Show. Und die Zuschauer sind auch keine Zuschauer – sondern Praktikanten, die der Generalprobe beiwohnen. Münchens Parade-Varieté zeigt diesmal nämlich, wie es hinter den Kulissen von Glamour, Glitzer und guter Laune zugeht. Das gesamte Programm spielt quasi backstage und zeigt die Künstler beim Aufwärmen, beim Schminken und beim zünftigen Lästern über ihren Arbeitgeber: „Das GOP ist eh eine Boazn. Was war das schön im Teatro!“

Die Funkoholicks liefern eine atemberaubende Pole-Nummer

Bereits über eine Stunde vor Beginn bereiten sich die Artisten auf offener Bühne vor. Luftakrobatin Kaleen McKeeman, die erst vor elf Wochen Mama wurde, trägt ihr Baby durch die Gegend, ein Kollege feudelt noch mal durch. An Tagen mit zwei Vorstellungen verlassen die Künstler die Bühne gar nicht, auch die Pausen finden vor Publikum statt. Und dann geht’s los – mit dem Ende. Eine fixe Reihenfolge hat diese Generalprobe nicht, es geht wunderbar verquer durcheinander. Die Comedians Ludger K. und Christian Hirdes moderieren das Glasnost-Varieté schön böse. Sie träumen von einem Helmut-Schmidt-Musical, bei dem sie endlich auf der Bühne rauchen dürfen. Die Höhepunkte sind  die urkomischen Muskel-Australierin Betty Brawn, die  zwei Männer („500 Kilo!“) trägt,  und  eine atemberaubende Pole-Nummer des russischen Duos Funkoholicks. Dieser „Tag der offenen Bühne“ ist ein großer Spaß – selten (k)eine so amüsante Show gesehen! 

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