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Der mit dem Tod bedrohte iranische Musiker Shahin Najafi zeigt sich im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" kämpferisch.

Nach Todesdekret: Musiker kämpferisch

München -  Der mit dem Tod bedrohte iranische Musiker Shahin Najafi zeigt sich im Gespräch mit dem "Münchner Merkur" kämpferisch.

"Diese Menschen in Iran werden mich auf keinen Fall kleinkriegen. Ich werde noch mehr und noch mutiger weiterarbeiten als bisher", erklärte er dem Blatt in einem schriftlich geführten Interview.

Gegen den 31-Jährigen, der an einem geheimen Ort unter Polizeischutz lebt, liegen vier Todesdekrete islamischer Geistlicher vor: "Diese Menschen haben schon lange große Probleme mit mir, weil ich mit meinen Songs ihr wahres Gesicht, ihren Dogmatismus und die wichtigen Probleme in Iran zum Vorschein bringe", ist sich Najafi sicher.

Am Freitag haben rund 50 Künstler einen von Klaus Staeck, Präsident der Berliner Akademie der Künste, sowie von Journalist Günter Wallraff und Komponist Manos Tsangaris initiierten Solidaritätsaufruf für den Musiker unterzeichnet.

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