Shakespeares "Rosenkriege" erst ab 15

Da mag manch ein Teenager aufatmen: Für den siebenstündigen Shakespeare-Marathon am Wiener Burgtheater hat das Jugendamt wegen zu viel Brutalität eine Altersgrenze von 15 Jahren verhängt.

Die Inszenierung der "Rosenkriege" des deutschen Regisseurs Stephan Kimmig wirke mit ihren drastischen Gewaltdarstellungen für Kinder und Jugendliche verstörend, zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA das Jugendamt.

Der Dramenzyklus hatte Ende Mai diesen Jahres am Burgtheater Premiere gefeiert, auch im neuen Spielplan ist das Stück als Wiederaufnahme enthalten. Den stundenlangen Kampf um Macht und Geld überlebt in den Königsdramen kaum jemand, Kimmig lässt zudem seine Figuren äußerst detailreich und langsam sterben.

Nach Angaben des Jugendamtes werden Theaterstücke anders als Filme normalerweise nicht immer auf ihre Kinder- und Jugendtauglichkeit geprüft. Auf "Die Rosenkriege" sei das Amt jedoch aufmerksam geworden, weil dort auch Kinder auftreten. Eine Psychologin habe sich dann im Auftrag des Amtes das Stück angesehen und die Alterssperre verhängt. Nun muss die Regie sogar sicherstellen, dass selbst die mitspielenden Kinder möglichst wenig Gewaltszenen zu Gesicht bekommen.

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