Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20

Sperrung wegen Feuerwehreinsatz: Schienenersatzverkehr für S7 und S20
+
Mick Hucknall, der Sänger der Band Simply Red, in der Olympiahalle.

Mick Hucknall in Bayern

Simply Red in der Münchner Olympiahalle: Die Konzert-Kritik

  • schließen

München - Simply Red ist am Donnerstagabend in der Münchner Olympiahalle aufgetreten. Mick Hucknall zeigte eine makellose Hit-Parade - nur der Schmutz fehlte. Eine Kritik.

Keine Experimente! Was bei Konrad Adenauer funktioniert hat, ist auch für eine Pop-Band der 80er und 90er Jahre ein Erfolgsrezept. Beim Comeback-Konzert von Simply Red am Donnerstagabend in der ausverkauften Olympiahalle verzichtete Rotschopf Mick Hucknall konsequent darauf, sein Publikum mit neumodischen Errungenschaften zu behelligen. Die bewährten Hits im bewährten Sound mit dem bewährten Mick – das wollten die 11.000 Fans erleben, und das bekamen sie. Im Endeffekt spielten Simply Red ihr fabelhaftes Konzert von der „Abschiedstour“ im November 2010 an gleicher Stelle kurzerhand noch mal nach. Die tz hatte damals punktgenau prophezeit: „München freut sich aufs Simply-Red-Comeback 2015!“ Und genau so kam es: München freute sich - und nach einer halben Stunde standen Scharen von Fans begeistert vor der Bühne, trotz bestuhlter Arena.

Nach einem etwas egozentrischen Video, das Hucknalls ganzes Leben nachzeichnet, vom knuffigen Baby in Manchester bis in die Gegenwart, springt der Soul-Adenauer auf die von einer riesigen Videowand dominierte Bühne. Die Stimme, die hellroten Locken – Hucknall hält akustisch und optisch, was er im gefeierten Auftaktsong verspricht. „Holding Back The Years“, der Mann vermag die Zeit anzuhalten.

Der ManUtd-Fan hat den Münchnern Bastian Schweinsteiger weggeschnappt – und revanchiert sich mit einer makellosen Hit-Parade, von „Stars“ bis „Money's Too Tight (To Mention)“. Der Blue Eyed Soul von Simply Red klingt nach wie vor wie auf Hochglanz poliert, edel und elegant, sahnekaramellig. Ein bisschen Schmutz, wenigstens ein Stäubchen, könnten dem Wohlklang nicht schaden. Andererseits – wer will sich darüber beschweren, dass Hucknall auch noch überragende Musiker wie die Bläser Kevin Robinson und Ian Kirkham mitgebracht hat?

Nun will Mr. Mick seinen Laden erneut für zehn Jahre zusperren, und bis zum 40-Jährigen Bandjubiläum nicht mehr auf große Tour gehen. Nun gut, München freut sich aufs Simply-Red-Comeback 2025!

Jörg Heinrich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
David Guetta war am Donnerstag in der Olympiahalle zu Gast und begeisterte einmal mehr sein Publikum. Auch unsere Redakteurin war mit dabei - und fand es einfach nur …
David Guetta in der Olympiahalle: Unter mega macht er's nicht
Der Herr der Klänge
Trauer um Christian Burchard, Herz der Band Embryo und einer der wenigen echten Weltstars aus München, der mit 71 Jahren gestorben ist.
Der Herr der Klänge
Fire and Fury - ein amerikanisches Sittengemälde
Wird sich Michael Wolffs Bilanz des ersten Jahres der Donald-Trump-Regentschaft auch in Deutschland gut verkaufen? Und ob. Die englischprachige Originalversion ist …
Fire and Fury - ein amerikanisches Sittengemälde
„Kulturzeit will helfen, die Welt zu mögen“
Zuschauer des BR-Fernsehens kennen Vivian Perkovic von den Sendungen „Jetzt mal ehrlich“, „Puls“ und „on3-Südwild“. Seit einem Jahr ist die 39-Jährige, die etwa auch …
„Kulturzeit will helfen, die Welt zu mögen“

Kommentare