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Für ihr Jahreskonzert hat sich die Liedertafel Dorfen dieses Jahr wieder ins Zeug gelegt: Der rund 30-köpfige Chor präsentiert Melodien aus bekannten Operetten und Opern.

Sommerkonzert Liedertafel Dorfen

Ein Revival mit dem „Weißen Rößl“

Einen heiteren Abend bereitete die Liedertafel Dorfen den Gästen mit ihrem Sommerkonzert. Melodien aus Opern und Operetten brachten die Sänger und Musiker auf die Jakobmayer-Bühne.

Dorfen – Mit dem Stück „Ich lade mir gern Gäste ein“ aus der Fledermaus von Johann Strauß eröffnete die Liedertafel ihr Sommerkonzert im Jakobmayer. „Wir haben uns im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ein Sommerkonzert mit schmissigen Melodien aus Operetten und Opern ausgesucht. Sie dürfen auch gerne ein bisschen mitsingen“, begrüßte Petra Moorloher, Vorsitzende der Liedertafel, das Publikum. Das Ensemble mit seinen gut 30 Mitgliedern, unterstützt von einem Projektchor und einem Streichquartett des Gymnasiums Dorfen, bereitete mit seiner Freude am Singen den Gästen einen heiteren Abend.

Die 13-jährige Victoria Heide spielte die zweite Geige im Streichquartett und als Solostück hinreißend den flotten Czardas von Vittorio Monti. Als Viktoria Weißkopf, erste Geige, die amerikanische Tanzmusik „Millionaire’s Hoedown“ präsentierte, hätte man als Zuhörer zu der Mischung aus Country, Western-Musik und Square Dance am liebsten mitgetanzt. Mit einer Sonate von Luigi Boccherini spielte Felix Eckert am Violoncello ein drittes Instrumentalstück. Irmgard Bauer, Musiklehrerin am Gymnasium Dorfen, begleitete die Solisten am Keyboard und den Chor auf der Viola. Lukas Huge am Kontrabass und Jakob Marsmann am Schlagzeug rundeten die Instrumentalbesetzung ab.

Mit dem „Weißen Rößl“ von Ralph Benatzky erlebte die Liedertafel ein Revival. Einige Chormitglieder waren bereits vor gut 30 Jahren dabei, als der Chor die komplette Operette aufgeführt hatte. Auch etliche Zuhörer erinnerten sich, wie Fabian Müller und Veronika Berner, die den Abend moderierten, erfragten.

Der musikalische Leiter der Liedertafel, Andreas Begert, bedankte sich: „Ich bin stolz auf euch, dass ihr dieses Programm mit Schwierigkeitsgrad acht so gut gemeistert habt. Ich freue mich, ins nächste Konzert zu starten.“ Das findet am 14. Dezember in der Pfarrkirche Maria Dorfen statt. „Operetten sind nicht leicht. Die Melodien gehen sehr hoch hinauf, sind vierstimmig und haben schnelle Takt- und Tonartwechsel, auf die man flexibel und schnell reagieren muss. Dass die Stücke so leicht rüberkommen, ist schwierig. Es steckt viel Arbeit drin, macht aber voll Spaß“, kommentierte Irmgard Bauer, die die Stücke mit dem Projektchor und dem kleinen Orchester am Gymnasium einstudiert hatte. Begert wird am 25. November im Jakobmayer seine Kompositionen vorstellen.Martha Baumgartner

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