Sparziel erreichbar

- "Zehn Prozent mehr finden wir alle zu viel", sagte Haimo Liebich (SPD) gestern im Kulturausschuss des Stadtrats, wo über die Erhöhung der Eintrittspreise der Münchner Philharmoniker debattiert wurde. Froh könne man also sein, wenn München diesmal mit nur fünf Prozent mehr in jeder Preiskategorie wegkomme. Ganz und gar nicht froh über die Lösung, die Kulturreferentin Lydia Hartl vorlegte, zeigte sich die CSU-Stadtratsfraktion.

<P>Wie gestern berichtet, muss das Orchester aus Spargründen seine Einnahmen erhöhen und gleichzeitig den Verlust ausgleichen, der durch den Wegfall der Theatergemeindekonzerte entsteht. Dass Christian Thielemann eine zusätzliche, um 40 Prozent teurere Konzertserie leiten wird, damit konnten sich auch die CSU-Stadträte anfreunden. Wenn dann die geplante Steigerung der Kartenpreise um fünf Prozent hinzukäme, wäre das Sparziel erreichbar.</P><P>Richard Quaas (CSU) warnte jedoch: "Die Folge der Erhöhung um zehn Prozent vor zwei Jahren waren letztlich Mindereinnahmen, weil Besucher ausblieben." Über die tatsächlichen Gründe dafür - Programmgestaltung, Erkrankungen James Levines, wie Hartl meint, oder eben die Verteuerung - lägen keine gesicherten Daten vor. "In der Summe machen hier und da zwei Euro etwas aus."</P><P>Hartl verteidigte sich, die neue Preispolitik solle dann für sieben Jahre gelten. Man wolle nicht nachträglich doch noch stärker erhöhen müssen. Dem Gesamtantrag stimmte die CSU zähneknirschend zu. Die endgültige Entscheidung fällt in der Vollversammlung am 26. Januar. Unterdessen wurde die Debatte um die Kunst im öffentlichen Raum vertagt. </P>

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