Spekulationen um Nachfolge von Daniel Craig

Kommentar: Bitte kein weiblicher James Bond

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Es wird wild spekuliert, wer die Nachfolge von Bond-Darsteller Daniel Craig antreten soll. Eine Frau, ein dunkelhäutiger? Lieber keine Experimente, kommentiert MM-Redakteurin Katja Kraft.

Warum eigentlich nicht? „Mein Name ist Bond, Jane Bond“ – klingt neu, modern, hip. Eine Frau als unerschrockene Agentin im Dienste Ihrer Majestät – Zeit wird’s im 21. Jahrhundert, möchte man fast sagen. Oder wie wäre es mal mit einem schwarzen 007?

Man muss nicht Chauvinist oder Rassist sein, um beide diskutierten Varianten eines Nachfolgers für Bond-Darsteller Daniel Craig kritisch zu sehen. Das Motiv ist klar: Die 1962 gestartete Film-Reihe soll unserer Zeit angepasst werden. Das gelingt aber nicht allein, indem man als Titelhelden eine Frau wählt oder jemanden mit schwarzer Hautfarbe. James Bond ist eine Marke, die noch nie für politische Korrektheit stand. Ein Märchen für Erwachsene, das an den schönsten Plätzen in fernen Ländern spielt, wo auch der größte Betrug und der fieseste Mord noch mit Stil und Charme verübt werden. Äußerlich Gentleman, tatsächlich aber gar nicht immer feine englische Art – der Kontrast war es, der reizte. Spätestens mit Craig änderte sich das, wurde aus unverwechselbarem Kult- austauschbares Actionkino.

Für James Bond oder Cleopatra: Spaniens Wüsten als Filmsets

Um politisch korrekt zu sein, wäre die ehrlichste Entscheidung daher: Bond seine Lizenz zu entziehen, ehe die Reihe zu einer Materialschlacht verkommt, wie es derer im Kino schon mehr als genug gibt.

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