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Sporti-Frontmann Peter Brugger.

Eine rauschende „Mia san wieder dahoam“-Feier

Konzertkritik: Überraschungsgast bei Sportfreunde-Stiller-Show

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München - Stiller-Nacht, herrliche Nacht! Gerade noch rechtzeitig als Weihnachtspräsent für die Fans sind die Sportfreunde Stiller heim nach München gekommen: die Konzertkritik.

Ihr ausverkaufter Auftritt in der Alten Kongresshalle war weniger ein Konzert im Sinne von Konzert, sondern mehr eine rauschende „Mia san wieder dahoam“-Feier. Es war ungefähr so, wie wenn drei alte Spezln endlich vom Auswandern heimkommen, am Flughafen steht die ganze Blosn mit Plakaten, und man nimmt sich gerührt in die Arme. Auch die Sporties wurden mit roten Herzen begrüßt, es gab ihre schönsten Heimatlieder zu hören, und dazu das unvergleichliche Gefühl, auf der guten Seite zu stehen.

Hans Stiller als Überraschungsgast

Zum 20-Jährigen Jubiläum war sogar Hans Stiller gekommen, Trainer-Legende vom SV Germering und Namenspatron der kleinen großen Kapelle. Die Anita war auch da, die Rüde Linhof 1997 gesteckt hatte, „du, da ist eine Band, die suchen einen Bassisten“. Knapp 20 Jahre später waren die Fans in der Kongresshalle so glücklich, ihren Rüde den Bass zupfen zu sehen, dass sie ihm ein „Happy Birthday“ sangen, obwohl er nicht einmal Geburtstag hatte.

Insgesamt war’s überwältigend. Und was gibt es Schöneres, als wenn Peter Brugger nicht schön singt? Die neuen Songs vom Album „Sturm und Stille“ bewährten sich live ganz prima, allen voran das wunderbare „Geschenk“. Trotzdem warteten natürlich alle auf die großen Gassenhauer, auf „7 Tage, 7 Nächte“ oder aufs Opus magnum, aufs „Kompliment“, das bestimmt bis rüber aufs Tollwood zu hören war. Es sangen live: Die Sportfreunde und ihre Menschenfischer-Chöre. Und damit war noch lang nicht Schluss mit den Feierlichkeiten. 

Im Rahmen ihrer München-Trilogie steht für die Sporties am Montag die Tonhalle auf dem Programm, und am Dienstag das Finale in der Muffathalle, natürlich alles ausverkauft. Es gibt brillantere Bands als die Sportfreunde Stiller. Aber glücklicher macht keine.

Jörg Heinrich

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