Auf Spurensuche

- Die Schicksale europäischer Auswanderer nach Übersee im 19. und 20. Jahrhundert dokumentiert ein neues Museum in Bremerhaven. Das gerade eröffnete Deutsche Auswandererhaus ist das größte Institut in Europa, das sich mit historischen und aktuellen Bezügen der Migration auseinander setzt. Über Bremerhaven verließen zwischen 1850 und 1965 rund sieben Millionen Menschen Europa Richtung Amerika. Das Museum stellt Auswanderer-Schicksale sinnlich erfahrbar dar. Interessant ist das Haus auch für die Nachfahren der Migranten: Die heutige Generation möchte wissen, unter welch Umständen ihre Ahnen einst den langen Weg in die Neue Welt antraten. Das Museum verfügt über ein umfangreiches Archiv. In ihm können sich Verwandte von Auswanderern auf Spurensuche begeben.

Der Hamburger Ausstellungsarchitekt Andreas Heller nahm dramatische, manchmal tragische und bisweilen auch komische Schicksale als Anregung für die Gestaltung. Hellers Inszenierung auf 2200 Quadratmetern Fläche zeigt Szenen der Einschiffung, der Atlantiküberfahrt und der Ankunft in New York. Entstanden ist das Museum durch die Initiative von Unternehmern aus Bremerhaven. Das 20 Millionen Euro teure Gebäude wurde vom Land finanziert. Die privaten Betreiber rechnen mit 170 000 Besuchern jährlich.dpa

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