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Wo soll der neue Konzertsaal-Standort sein? Darüber debattiert am Dienstag das Kabinett.

Pfanni-Gelände oder Finanzgarten?

Standort-Suche für Konzertsaal: Alles Pfanni?

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    Michael Schleicher
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München - Das bayerische Kabinett wird sich am Dienstag Vormittag mit der Frage nach einem möglichen Standort für einen neuen Münchner Konzertsaal beschäftigen.

Wie berichtet, ist dazu ein schriftlicher Bericht von Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) vorgesehen. Nach Informationen unserer Zeitung läuft alles auf eine klare Priorisierung des ehemaligen Pfanni-Geländes am Ostbahnhof hinaus. Allerdings gab es gestern Abend noch einmal ein Spitzentreffen in der Staatskanzlei, bei dem letzte Details besprochen werden sollten. Teilnehmer waren unter anderem Horst Seehofer, Spaenle und der CSU-Landtagsabgeordnete Oliver Jörg.

Gegen das Pfanni-Gelände spricht sich nun der Verein „Freunde des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks“ aus: „Die Musik darf nicht an den Rand der Stadt gedrängt werden, nicht in Quartiere, die entwicklungstechnisch interessant sein mögen, aber bestehende Kulturschätze in der Innenstadt nicht ergänzen“, heißt es in einer Mitteilung des Freundeskreises. Hier favorisiert man nach wie vor den Finanzgarten: „Nur dort, nahe der historisch gewachsenen Musikachse von Oper und ehedem ,Odeon‘, ist der geeignetste Standort für einen Konzertsaal, für ein neues ,Odeon‘.“

Dagegen plädiert der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg einstimmig für die Paketposthalle an der Friedenheimer Brücke: Die Halle schaffe eine „architektonisch und städtebaulich eine einzigartige Situation“, heißt es in einem Schreiben an Spaenle.

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