Steinbruch Kultur

- Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat sich gegen eine Kürzung der Kulturausgaben auf Bundes- und Länderebene ausgesprochen. "Dort, wo es um konkrete Förderung der Kultur geht, will ich davon überzeugen, dass es ein wichtiges Signal wäre, die Kulturausgaben nicht weiter zu reduzieren", sagte Neumann in einem Gespräch mit der Zeitschrift "politik und kultur" des Deutschen Kulturrates.

 "Ganz direkter Draht" zur Bundeskanzlerin Leider habe er den Eindruck, "dass in manchen Kommunen die Kultur als Steinbruch für finanzielle Konsolidierung genutzt wird". Auch in diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern der Vergangenheit angehören sollten, meinte Neumann, der bei seinem Amtsantritt von manchen Angehörigen der Kulturszene eher missbilligend als "Polit-Profi" bezeichnet wurde. "Dazu sage ich: Danke für das Kompliment! Dass man gelernt hat, Dinge umzusetzen, sie zielführend zu einem Ergebnis zu bringen, andere Menschen dafür zu gewinnen in einem schwierigen politischen Umfeld, ist sicherlich in der jetzigen Lage kein Nachteil."

Auch die Ansiedlung seines Amtes im Kanzleramt sei von Vorteil, so wie er es schon Mitte der 90er-Jahre dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) empfohlen habe. Es sei für ihn "ganz wichtig, dass ich meinen Arbeitsplatz in der Schaltzentrale der Bundesregierung habe". Die räumliche Nähe erlaube es ihm, "mal eben eine Etage tiefer zu gehen und ein Gespräch zu führen". Zudem pflege er "seit langem einen ganz direkten Draht zur Bundeskanzlerin", die auch "einen guten Zugang zur Kultur hat".dpa

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