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S.T.S. (Archivfoto) begeisterten ihre Fans

Steirische Magie: S.T.S. in der Olympiahalle

München - Des Feuer brennt immer no lichterloh: S.T.S. haben auf ihrer Abschiedstournee in der Münchner Olympiahalle Halt gemacht und ihre Fans begeistert.

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Das wenn der Großvater noch hätte erleben dürfen – dann wäre er bestimmt vorbeigekommen, auf mehr als einen schnellen Kaffee, auf zwei feine Abende in der ausverkauften Olympiahalle. S.T.S. waren wieder da, immer noch da, angeblich auf Abschiedstournee. Aber wer die Steirer Bee Gees erlebt hat, der kann sich nicht vorstellen, dass es für Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz demnächst heißt: „Irgendwann bleib i dann furt.“

Grundsätzlich kann ein Popkonzert ja kaum unmoderner sein als mit S.T.S., weiter weg von Gaga und Hektomatik-Welt. Drei graue alte Männer mit überwiegend problematischen Frisuren, wenn man überhaupt so weit gehen will, schrammeln auf überwiegend akustischen Gitarren überwiegend alte Hadern. Aber wie heißt es in Da kummt die Sun so schön? „Es is’ klass’!“

Und es is’ mehr als „klass’“. Mit S.T.S. treten ja nicht nur drei teilweise nach Griechenland exilierte alte Steirer Zauseln auf, es gastiert auch die gute alte Zeit, vor der Zeitumstellung auf Blödheit und Oberflächlichkeit. Wenn Schiffkowitz & Co. ihre Altersweisen dreistimmig singen, entsteht eine einzige Stimme, steirische Magie.

Die drei Gitarren erzeugen bei den besten Songs wie dem 2007er Hundert Wege die Wucht und Kraft einer Dampflok. Und die Band mit „Professor“ Franz Zettl, der alles spielt, was Tasten und Knöpferl hat, ist eh Firstclass. Deshalb sind die unmodernen S.T.S. dann eben doch modern, weil Qualität nie altmodisch wird.

Fürstenfeld, ganz am Schluss, in der epischen Rennbahnexpress-Titelblatt-Version, klingt mit S.T.S.-Gitarren immer noch besser als mit Blaskapelle. Und bei Steinbäckers kraftstrotzender Steiermark-Hymne als Zugabe verwandelt sich die ganze Halle in Mental-Steirer.

War’s wirklich das letzte Mal? Wohl kaum, immerhin haben S.T.S. bereits 1976 ihr erstes Abschiedskonzert gegeben. Und wie sang der Schiffkowitz? „Des Feier brennt immer no lichterloh.“

Jörg Heinrich

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